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Veranstaltungsarchiv 2015

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Dr. Klahr beim Sommerfest der Kirchenvorstände in Westrhauderfehn
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr sprach auf dem Sommerfest des Kirchenkreises Rhauderfehn über die Bedeutung des Kirchenvorstandsamtes und würdigte dieses kirchliche Ehrenamt in der Hoffnungskirche Westrhauderfehn.(Foto: Birger Hermann)

Superintendent Bohlen pfeift Halbzeit an
Kirchenkreis Rhauderfehn würdigt ehrenamtliche Arbeit der Kirchenvorstände


Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Rhauderfehn hatte alle Kirchenvorstände des Kirchenkreises zu einem Sommerfest rund um die Hoffnungskirche nach Westrhauderfehn eingeladen, um in der Halbzeit der derzeitigen Legislaturperiode eine kleine Pause einzulegen.

Ein besonderer Anlass verdient eine besondere Ansprache: Darum begrüßte Superintendent Gerd Bohlen die Gottesdienstbesucher in der Hoffnungskirche Westrhauderfehn mit dem schrillen Pfiff einer Trillerpfeife, hieß die Besucher als "aktive Spieler" willkommen und bezeichnete Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr als "Trainer".

Der Abend stand unter dem Zeichen der "Halbzeitpause". "Sie sind aktive Spieler auf dem Feld der Gemeinde und vertreten unterschiedliche Charaktere in der Mannschaft: Angriff, Verteidigung, Taktiker und Kapitän. Die Halbzeitpause dauert zwar nur eine Viertelstunde, aber wir gönnen uns einen ganzen Abend. Den haben Sie sich verdient!", sagte Bohlen.

In seinen Impulsvortrag zur Bedeutung des Kirchenvorstandsamtes würdigte Regionalbischof Klahr das Wirken der ehrenamtlichen Kirchenvorsteher:

"Sie heißen die Besucher der Gemeinde willkommen und identifizieren sich mit der Arbeit. Sie übernehmen auch geistliche Verantwortung. Ein Glück, dass Sie da sind. Danke dafür!"

Im gesamten Kirchenkreis sind 154 Gemeindeglieder in Kirchenvorständen aktiv, die in den unterschiedlichsten Gremien tragende Aufgaben übernehmen.

Aber nicht nur die "Halbzeitpause" der Kirchenvorsteher wurde gefeiert, auch ein besonderes Jubiläum wurde gewürdigt. Vor genau 150 Jahren wurde in Ostfriesland ein Gesetz eingeführt, wonach in den Kirchenkreisen (damals noch lutherische Inspektionen) Kirchenvorsteher einzusetzen seien.

Aus diesem Anlass hat Deterns Gemeindepastor Henning Behrends die Geschichtsbücher und Unterlagen seiner Kirchengemeinde studiert und aus den Informationen ein Historienstück geschrieben, das die Kirchenreform auf humorvolle Weise darstellte: Behrends schlüpfte in die Rolle des Superintendenten Bünting, der das Gesetz in der lutherischen Inspektion Detern einführen sollte, und führte auf unnachahmliche Art eine Gemeindeversammlung im Jahr 1855 durch.

Auch Landessuperintendent Klahr, promovierter Kirchenhistoriker, ging in seinem Grußwort und Vortrag auf die wegweisende Einführung der Kirchenvorsteher ein.

"Wenn Sie heute dieses Amt wahrnehmen, dann gestalten Sie als Ehrenamtliche die Kirche Hand in Hand mit den Hauptamtlichen und übernehmen dabei Verantwortung für die ganze Kirchengemeinde. Und wenn wir uns die Vergangenheit vor Augen führen, war es bis dahin ein steiniger Weg, den zu gehen sich gelohnt hat", so Klahr.

Nach dem offiziellen Teil wurde im Innenhof der Kirche im Zentrum Westrhauderfehns bis in den späten Abend gefeiert. Den musikalischen Part übernahm dabei die Jazzformation "Men in Jazz", an der Musiker aus der Region beteiligt sind.

(Juli 2015)

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