banner-kreuz (9K)

Veranstaltungsarchiv 2015

Für den vorhergehenden Artikel bitte auf das Bild klicken...

Übersicht: 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | Archiv Startseite

Generalkonvent 2015 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden
Auf Einladung von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (von links) trafen sich rund 180 Pastorinnen und Pastoren auf dem Generalkonvent des Sprengels Ostfriesland-Ems mit Landesbischof Ralf Meister, dem Geistlichen Vizepräsidenten des Landeskirchenamtes Hannover, Arend de Vries, dem Pressesprecher der Landeskirche, Dr. Johannes Neukirch, Oberkirchenrätin Gabriele Ahnert-Sundermann, Pfarrer Frank Meinel aus Schneeberg und dem Liedermacher und Pastor Fritz Baltruweit aus Hildesheim in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Altarbilder sind Schätze des Glaubens
Generalkonvent des Sprengels Ostfriesland-Ems in Emden


Anlässlich des EKD-Themenjahres 2015 "Reformation - Bild und Bibel" fand der diesjährige Generalkonvent des Evangelisch-lutherischen Sprengels Ostfriesland-Ems zum Thema "Reformatorische Theologie ins Bild gesetzt" statt.

180 Pastorinnen und Pastoren - von der Nordsee bis Bad Bentheim - trafen sich auf Einladung von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden:

"Es ist für mich ein besonderer Tag, einmal im Jahr mit allen Pastorinnen und Pastoren des Sprengels zusammen zu sein. Dieser Tag soll unsere Gemeinschaft stärken durch Begegnung, theologische Weiterbildung und einen Abendmahlsgottesdienst."

Der Schneeberger Reformationsaltar setzte bereits zu Lebzeiten von Martin Luther und Philipp Melanchthon 1539 die lutherische Theologie ins Bild. Die Theologie von der Gnade Christi und die Verkündigung des Evangeliums werden hier als Mitte des Glaubens dargestellt. "Auch wir haben Altarbilder als Schätze des Glaubens in unseren Kirchen. Nutzen wir sie zur Verkündigung der frohen Botschaft", ermutigte Klahr die Pastorenschaft.

Pfarrer Frank Meinel war aus Sachsen angereist und stellte den Schneeberger Reformationsaltar vor. 1996 wurde der Altar in der wiederaufgebauten St. Wolfgangkirche aufgestellt. Am Ende des Zweiten Weltkrieges war die Kirche völlig zerstört worden. Elf der zwölf Altarbilder konnten gerettet werden. Der Schneeberger Reformationsaltar ist das früheste und umfassendste protestantische Gesamtwerk eines Altars aus den Händen des Älteren und Jüngeren Cranach aus den Jahren 1532 bis 1539. Damit ist lutherische Theologie erstmals in ein Bildprogramm umgesetzt worden.

Landesbischof Ralf Meister sprach den Pastorinnen und Pastoren einen besonderen Dank aus. Sie sorgen für eine hervorragende Diskussionskultur, wenn es um zentrale Wertfragen unserer Gesellschaft geht, beispielsweise bei der Frage nach dem ärztlich begleiteten Suizid.

Hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen gebe es eine Vielzahl von konkreten Unterstützungsmaßnahmen durch die Pfarrerschaft. Die Kirche sei der wichtigste zivilgesellschaftliche Faktor, um diese Aufgabe mitzutragen. Wenn die Gesellschaft in der Mehrheit nicht offen sei für die Aufnahme der Flüchtlinge, könne das die Gesellschaft spalten, mahnte der Landesbischof.

Der geistliche Vizepräsident im Landeskirchenamt Hannover wies auf das bereichernde Potential der Flüchtlingsarbeit hin. Dadurch würden Menschen aus einer Ortschaft zusammenarbeiten, die sonst nicht zusammenkommen würden. Die Landeskirche Hannovers habe mit ihren rund 130.000 Ehrenamtlichen auch Erfahrungen mit Ehrenamtsstrukturen einzubringen. Das Diakonische Werk unterstütze einzelne Projekte auch finanziell.

Pfarrer Meinel berichtete in einem Pressegespräch von der Situation in Schneeberg. In den Ort mit 14.000 Einwohnern kämen 1000 Flüchtlinge zur Erstaufnahme. Statistisch gesehen sei die Kirche im Osten Deutschlands ein kleiner Faktor, nachdem die Zeit des Nationalsozialismus und die DDR-Zeit große Wunden hinterlassen habe, aber das starke Engagement der Kirchen beim Thema Integration sei ein deutliches Zeichen für eine menschenfreundliche Gesellschaft.

Der Abendmahlsgottesdienst in der Martin-Luther-Kulturkirche fand zum Abschluss der sprengelweiten Ausstellung zum Hohenlied Salomos zum Thema "Liebe" statt. "Durch die Bilder ist mir das Hohelied Salomos, ein oftmals übersehener Text in der Bibel, neu nahegekommen. Wie gut, dass wir den Text in der Bibel haben, der so begeistert von der Liebe erzählt", sagte Landessuperintendent Dr. Klahr in seiner Predigt. Der Künstler Uwe Appold aus Flensburg wirkte im Gottesdienst mit. Die musikalische Gestaltung hatten Kirchenmusikdirektor Joachim Gehrold aus Leer und der Liedermacher und Pastor Fritz Baltruweit aus Hildesheim übernommen.

Der Sprengel Ostfriesland besteht aus 156 Kirchen- und Kapellengemeinden mit 325.000 Gemeindegliedern in den sechs Kirchenkreisen Aurich, Emden-Leer, Emsland-Bentheim, Harlingerland, Norden und Rhauderfehn.

Mit 2,8 Millionen Mitgliedern in sechs Sprengeln ist die Landeskirche Hannovers die größte Landeskirche in Deutschland.

(Juni 2015)

Archiv 2010-2015 | Ev.-luth. Sprengel Ostfriesland-Ems 2020   |   Impressum / Kontakt   |   Datenschutzerklärung   |   Seitenanfang