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Veranstaltungsarchiv 2011

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Landesbischof Ralf Meister
Superintendent Tido Janssen begrüßte die Gottesdienstbesucher im Ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Niedersachsen auf dem Marktplatz in Aurich. Mitwirkende waren auch Landesbischof Ralf Meister, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Reinhild Milkau, Alwin Pfanne, die Pastoren Dietmar Michalzik, Johannes Ehrenbrink und Reinhard Uthoff. Fotos: Wolfgang Beier.

Ökumenischer Gottesdienst am Tag der Niedersachsen mit Landesbischof Ralf Meister

kk. Aurich. Wo der Wind weht, konnten die über 600 Auricher und Niedersachsen erleben, die am vergangenen Sonntagmorgen den Ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Niedersachsen besuchten. Denn es windete kräftig, als der Superintendent des Kirchenkreises Aurich Tido Janssen als Gastgeber den Gottesdienst mit den Worten eröffnete: Glaube gibt dem Leben Energie – eine Anspielung auf das kirchliche Motto zum Tag der Niedersachsen "Wo der Wind weht... Glaube, Leben, Energie."

Für den Landesbischof, der schon am Vortag für den Tag der Niedersachsen in den Norden der Landeskirche angereist kam, war das ostfriesische Wetter eine Steilvorlage, zumal die Sturmstillung im 8. Kapitel des Matthäusevangeliums die Grundlage für die Predigt bildete.

"Wer – wie hier in Ostfriesland – am Meer lebt, lebt in Demut", sagte er. "Zuerst ist es eine Demut vor der Schöpfung. Wer in Sturmfluten über die grollende Gischt und die donnernde Brandung schaut, wer in einer Landschaft lebt, die über Jahrhunderte aus dem Meer entstanden ist, der lebt in einer tiefen Demut vor Gottes Schöpfung."

Danach sprach der Landesbischof auch von der zerstörenden Kraft, die Angst machen kann wie in der Geschichte von der Sturmstillung. Ob Gott all unsere Stürme stillt?, fragte Ralf Meister. "Wohl eher nicht. Ob Gott mich ansieht und tröstet? In Christus: Ja."

Dass die Demut vor der Schöpfung auch eine drängende gesellschaftliche Frage der Zeit ist, strich der Landessuperintendent Dr. Klahr heraus, der den ökumenischen Gottesdienst vorbereitet hatte, gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Johannes Ehrenbrink, dem reformierten Kollegen Reinhard Uthoff, dem Pastor der Baptisten-Gemeinde Dietmar Michalzik, dem scheidenden Riepster Pastor Hans Hentschel und dem Koordinator des kirchlichen Tages der Niedersachsen, Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau.

Mitgefeiert haben den Gottesdienst viele Ehrenamtliche, die Gebete auch in Plattdeutsch sprachen. Musikalisch begleitet wurde die Gottesdienstgemeinde von etwa 70 Bläserinnen und Bläsern aus dem ganzen Kirchenkreis unter der Leitung von Hayo Bunger. Einen weiteren Höhepunkt trug die Sängerin Hanna Jursch bei, die mit ihrer lebensfrohen und resonanzreichen Stimme ebenso begeisterte wie der Pianist Kostja Rapoport.

Der ökumenische Gottesdienst schloss das kirchliche Programm zum Tag der Niedersachsen ab, das am Freitagabend mit einem mitreißenden Jugendgottesdienst auf der eigenen Bühne im Lambertshof begann. Während rund um die Lambertikirche Aktionen und Stände zu den Themenbereichen "Mitmachen!", "Kirche kennen lernen" und auch Moorwurst und von Männern gebackene "himmlische Röllchen" lockten, füllten sich die Kirchen zum Ihlow-Gebet, zu Auszeiten, zur Gospelchurch, zu einem Kindermusical oder zur Langen Nacht der Orgelmusik.

Am Samstag bot den ganzen Tag über die Bühne im Lambertshof ein abwechslungsreiches Programm, das von einem hinreißende Kinder-Mäuse-Musical über ein lebensnah humorvolles Puppentheater bis zu virtuos-klangsauberer Musik mit Classic Brass Ruhr reichte. Wer abends immer noch nicht genug hatte, konnte bei den gasfreundlichen Reformierten Jazz oder die "Freesenfolkmusik" mit den Gruppe Laway bei einem guten Glas Rotwein genießen.

Auf der großen Bühne auf dem Marktplatz präsentierte die Landeskirche Hannovers am Samstagnachmittag ein abwechslungsreiches Programm. Bei einem Quiz hatten Konfirmanden aus Riepe und das Publikum Gelegenheit, gemeinsam mit Landesbischof Ralf Meister knifflige Fragen aus der Welt der Bibel zu lösen, bevor die Chartstürmer Andreas Bourani und Thomas Godoj den Markplatz rockten. So manch einer war nach dem Tag der Niedersachsen freudig überrascht, wie viel frischer Wind weht, wenn auch die Kirche mitfeiert. (Juni 2011)

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