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Veranstaltungsarchiv 2015

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Landessuperintendent Dr. Klahr und Dr. Reinhold Kolck im Ostfriesischen Landesmuseum Emden
Der Vorsitzende der Gesellschaft "1820 die KUNST", Dr. Reinhold Kolck (rechts), bedankte sich zum Abschluss der Ausstellung "Horizonte. Bilderwelten von Hermann Buß" im Ostfriesischen Landesmuseum Emden bei Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr für die gelungene Zusammenarbeit zwischen der lutherischen Kirche und dem Landesmuseum. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Ausstellung "Horizonte" in Emden beendet
Erfolgreiche Kooperation zwischen Museum und Kirche


Mit einer abschließenden Führung der Kunsthistorikerin Dr. Natalie Geerlings im Ostfriesischen Landesmuseum Emden endete die achtwöchige Doppel-Ausstellung "Horizonte. Bilderwelten von Hermann Buß" im Landesmuseum und in der Kulturkirche Martin-Luther Emden.

Die 35 Arbeiten in der Kulturkirche und die 51 Bilder im Ostfriesischen Landesmuseum gaben erstmals in Ostfriesland einen Überblick über das Werk von Hermann Buß in den letzten 25 Jahren. Vom 13. September bis zum 15. November 2015 haben insgesamt rund 7.800 Besucher die Bilder in der Kulturkirche und im Landesmuseum gesehen.

Dr. Reinhold Kolck, der Vorsitzende der Gesellschaft "1820 die KUNST", die neben der Stadt Emden einer der beiden Träger des Ostfriesischen Landesmuseums Emden ist, bedankte sich bei Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr für die gelungene Zusammenarbeit zwischen der lutherischen Kirche und dem Landesmuseum.

Es sei eine Bereicherung gewesen, die Bilder in unterschiedlichen Räumlichkeiten zu sehen. So hätten sie in der kirchlichen Umgebung und bei Tageslicht eine ganz andere Wirkung als im Landesmuseum.

Der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems freute sich, dass die Kooperation zwischen Landesmuseum, Sprengel und Kulturkirche eine Ausstellung in diesem Umfang samt einem abwechslungsreichen Begleitprogramm mit eigenem Format im EKD-Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" ermöglichte. So sei die Evangelische Kirche in diesem Jahr in besonderer Weise zu einem Dialog zwischen Kunst und Kirche aufgerufen gewesen.

Klahr hob hervor, dass der Künstler Hermann Buß mit seinen Bildern den Menschen, den Schiffen und dem Meer eine eigene Würde verleihe. Das Reale, sichtbar Alltägliche, bekomme dadurch eine ganz eigene Ausstrahlung und Würde. Die Arbeitswelt auf den Schiffen oder das Meer scheinen real abgebildet zu sein und zugleich vermag der Künstler eine Stimmung einzufangen, die über das Gezeigte hinausweise.

Am Ende ihrer Führung wies Geerlings auf den Kommentar eines Besuchers im Kommentarkasten zur Ausstellung hin, die Bilder seien eine surrealistisch-realistische Würdigung des ostfriesischen Lebensgefühls.

Der Direktor des Ostfriesischen Landesmuseums Emden, Dr. Wolfgang Jahn, zeigte sich erfreut, dass diese Sonderausstellung insbesondere junge Leute zum Museumsbesuch anregte. "Gerade Kindern und jungen Menschen Impulse zu geben, sich mit ihrer Region und deren Eigenheiten auseinanderzusetzen, ist für das Landesmuseum ein wichtiges Anliegen", stellte Jahn heraus. Auch hierzu habe die Ausstellung in diesem EKD-Themenjahr und im Kontext der Aktivitäten der Stadt Emden als Reformationsstadt Europas beigetragen, führte er weiter aus.

Diese Ausstellung sei für die Kulturkirche in den vier Jahren ein erster Höhepunkt, in denen die Hanns-Lilje-Stiftung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die Martin-Luther-Kirche mit einer besonderen Förderung als Kulturkirche ausgezeichnet habe, sagte Christoph Jebens, Pastor an der Martin-Luther-Kirche in Emden.

Der Dialog zwischen evangelischer Kirche und zeitgenössischer Kunst sowie die Vernetzung mit regionalen Kultureinrichtungen seien Anliegen dieser Förderung. "Besonders bewährt hat sich die Kunst von Hermann Buß in diesem Zusammenhang, weil sie das Ziel der Kulturkirche Martin-Luther einlöst, Kulturangebote auf hohem Niveau umzusetzen, die viele Menschen ansprechen und zur Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen anregen", so Jebens.

Zur Ausstellung ist ein Begleitband mit 152 Seiten und 123 Abbildungen beim Deutschen Kunstverlag, München/Berlin zum Preis von 19,90 Euro erschienen. Der Band ist erhältlich in der Kulturkirche Martin-Luther Emden und im Ostfriesischen Landesmuseum Emden.

(November 2015)

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