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Veranstaltungsarchiv 2015

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Dr. Klahr und Landschatfspräsident mecklenburg eröffnen Kunstausstellung in Reepsholt
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr und Landschaftspräsident Rico Mecklenburg eröffneten gemeinsam mit dem Pastorenehepaar Karin und Jürgen Neese (in der Mitte des Bildes von links), dem Künstler Leonhard Wübbena (2.v.l.) und dem Vorbereitungskreis bestehend aus Hartwig Bothen (ganz links), Helga Siepmann (3.v.l.), Rainer Köpsell (3.v.r.), Pauline von Katte (2.v.l.) und Brigitte Delinger das Kunst- und Kulturprojekt "TriLogie 2015" in der St- Mauritiuskirche in Reepsholt. Auf dem Bild zu sehen ist das Kunstwerk "Beim Klang der Glocke…", das der Künstler Leonhard Wübbena eigens für die Ausstellung angefertigt hat. Dabei handelt es sich um eine netzartige Glocke aus Stahlelementen, die beim Stanzen in der industriellen Verarbeitung als Abfall zurückbleiben. Darüber ist der ausgediente Klöppel der Funnixer Kirche zu sehen und die Spitze bildet ein mit Blattgold belegtes Stahlkreuz.
(Foto: Hannegreth Grundmann)


Landessuperintendent und Landschaftspräsident eröffnen Ausstellung "TriLogie 2015" in Reepsholter St. Mauritiuskirche

Mit einem Festgottesdienst wurde das sommerliche Kunst- und Kulturprojekt "TriLogie 2015" in der St. Mauritiuskirche in Reepsholt eröffnet. Vom 09. August bis zum 06. September 2015 sind in und um die Kirche herum Arbeiten verschiedener Künstler ausgestellt. In den vier Wochen soll die TriLogie auf vielfache Weise zum Ausdruck kommen, zum einen in der räumlichen Trilogie zwischen Kunstwerken, Kirchengebäude und Umfeld, aber auch im Begleitprogramm thematisch zwischen Bildender Kunst, Musik und Literatur und im intellektuellen Austausch über Religion, Kunst, Kultur und Natur.

"Ich liebe den Dialog mit der Kunst in der Kirche, sagte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr in seiner Predigt zur Ausstellungseröffnung. Im Anklang an den Titel des sommerlichen Kunst- und Kulturprojektes machte Klahr darauf aufmerksam, dass die Hauptfrage des Predigttextes (Markus 12,28-34) die Frage nach dem höchsten Gebot sei, die Jesus mit einem Trialog zwischen Gott, dem Nächsten und der eigenen Person beantwortet: Gott von ganzem Herzen lieben und den Nächsten wie dich selbst, dies sei das höchste Gebot.

Meistens beginne alles mit einer einzigen Frage. Auch die Kunstwerke im kirchlichen Raum provozieren manchmal Fragen: Was hat das mit Gott zu tun? Was kann das für den eigenen Glauben bedeuten?

Beispielhaft erwähnte Klahr das übergroße grüne Palmblatt an der Außenseite der Kirche, bestehend aus Stahl, das mit grünem Kunststoff überzogen von dem Künstler Leonhard Wübbena extra für diese Ausstellung angefertigt wurde. Was wir von Gott hören, setze sich auch in Kunst um. "Hängt das Palmblatt in den Mauerresten der alten Turmruine, frage ich nach der Bedeutung", so Klahr. Gerade an dieser Stelle wird das grüne Palmblatt zum Symbol für Auferstehung und ewiges Leben.

Der Glaube habe seinen Anfang immer im Hören auf Gottes Wort. Kunst in der Kirche bestehe, weil auf Gottes Wort gehört wurde. Der Glaube bringe sich zum Ausdruck, gewinne Gestalt und Form. Gott zu lieben, würde immer auch bedeuten, das umsetzen und gestalten zu wollen, was man in seinem Wort gehört hat, so der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems.

Schirmherr des Kunst- und Kulturprojektes ist der Präsident der Ostfriesischen Landschaft Rico Mecklenburg. In seinem Grußwort betonte Mecklenburg für die Förderung durch die Ostfriesische Landschaft, und somit für die Kulturförderung des Landes Niedersachsen, seien vor allem die besondere Qualität, die Neuartigkeit, die öffentliche Wirkung von "Kunst in der Kirche" und die Unterstützung junger Künstler von Bedeutung. Der Landschaftspräsident freute sich über die gute Verbindung zwischen der Ostfriesischen Landschaft und der Lutherischen Kirche im Kontakt mit dem Landessuperintendenten.

Pastorin Karin Neese lud die Festgemeinde mit einem Wort von Pablo Picasso ein, sich auf die andere Welt der Kunst einzulassen: "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele." Die Kunst spiegele unsere Welt, hinterfrage sie und mache sie sichtbar, so die Pastorin. Und weiter sagte sie mit Blick auf die 800 Jahre alte Reepsholter St. Mauritiuskirche: "Unsere Kirche selbst ist Kunst, die Göttliches in der Welt sichtbar machen will."

Pastor Jürgen Neese dankte allen, die den Gottesdienst, die Ausstellung und das Begleitprogramm ermöglicht haben, insbesondere dem Vorbereitungskreis und der Kuratorin Pauline von Katte. Für die Reepsholterin und Kunststudentin aus Hamburg ist es die erste Ausstellung, für die sie als Kuratorin gewirkt hat. In ihrem Grußwort zeigte die Kuratorin sich über die Fusion der Kunstwerke mit dem kirchlichen Raum begeistert und dankte den vielen Mitwirkenden aus der Gemeinde.
Musikalisch mitgestaltet wurde der Festgottesdienst vom Posaunenchor der Kirchengemeinde.

(August 2015)

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