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Veranstaltungsarchiv 2015

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Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr predigte in Woche für das leben in meppen
Propst Dietmar Blank, Ältestenpredigerin Annegret Bückmann, Regionalbischof Detlef Klahr, Präses Ilse Landwehr, Weihbischof Johannes Wübbe, Pastorin Mirjam Valerius, Elisabeth Beerling-Albert, Frauke Neuber (Foto: Ulrich Hirndorf)

Es gibt keine Garantie auf ein Leben ohne Leiden
Ökumenischer Gottesdienst zur "Woche für das Leben"


Es sei "eine Gnade, auch im Sterben begleitet zu werden", so eröffnete der Meppener Propst Dietmar Blank den ökumenischen Gottesdienst zur "Woche für das Leben" in der Propsteikirche zu Meppen.

Gemeinsam hatten alle Konfessionen der Stadt diesen Gottesdienst vorbereitet, der sich auf meditative und beeindruckende Weise mit dem Thema: "Sterben in Würde" beschäftigte.

Neben Mitgliedern der ökumenischen Pfarrkonferenz, des Vereins Hospizhilfe, der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung und der Hospizstiftung, waren auch die leitenden Geistlichen der Region an der Gestaltung beteiligt.

Für das Bistum Osnabrück rückte Weihbischof Johannes Wübbe die Verbindung von Mensch und Gott auch im Letzten noch einmal in das Bewußtsein der zahlreichen Besucher: "Das Leben vollendet sich in Gott". Unterstrichen wurde diese Aussage durch die musikalische Bildmeditation der "Deklaration der Menschenrechte Sterbender" und der Lesung der Seligpreisungen durch Präses Ilse Landwehr von der reformierten Kirche.

Der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems, Dr. Detlef Klahr, hielt die Predigt und sagte: "Dem Ende des Lebens gehört ebenso viel Beachtung und Würde wie dem Anfang des Lebens. Darum kann es nicht angehen, dass Menschen einsam und verzweifelt sich selbst überlassen werden, wenn es ans Sterben geht. Wer die Würde des Sterbens achtet, der setzt sich auch dafür ein, dass der Sterbende begleitet wird. Menschliche Nähe, gute Pflege und Palliativmedizin gehören unbedingt dazu.

Wer aktive Sterbehilfe ablehnt, muss sich auch dafür einsetzen, dass ein Sterben in Würde möglich ist. Christenleute sind und bleiben Protestleute gegen den Tod. Wer an ein Leben nach dem Tod glaubt, der begreift das Sterben auch als Übergang zum ewigen Leben. Die Begegnung mit dem Tod braucht eine tragfähige Hoffnung, die mit dem Tod nicht stirbt, sondern Leben hervorbringt." Klahr sieht die Christen gefordert, von der Auferstehungshoffnung zu reden in einer verständlichen, konkreten Sprache. Der Glaube an Gott kann die Angst vor dem Tod besiegen. Wer sich im Leben und im Sterben auf Gott bezieht, der ist sich selbst und seinem Tod nicht ausgeliefert."

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für alle Besucher die Gelegenheit, im Pfarrsaal der Propstei mit den Geistlichen und Hospizmitarbeitern ins Gespräch zu kommen.

(April 2015)

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