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Veranstaltungsarchiv 2015

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Auftakt der Passionsandachten im Rummel des Alten Rathauses in Emden; Dr. Kanzenbach
Im vollbesetzten Rummel des Alten Rathauses in Emden fand die erste der sechs Passionsandachten statt, gestaltet von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (4.v.r.) und Professor em. Dr. Karl Arndt (2.v.r.). Museumsdirektor Dr. Wolfgang Jahn (rechts) und die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Landesmuseum in Emden, Dr. Annette Kanzenbach (3.v.r.), freuten sich über den gelungenen Auftakt.
(Foto: Hannegreth Grundmann)


Licht und Schatten- Konturen des Lebens
Auftakt der Passionsandachten in Emden mit Dr. Klahr


Unter dem Thema "Licht und Schatten - Konturen des Lebens" finden die diesjährigen Passionsandachten im Rummel des Alten Rathauses in Emden statt. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr sprach in der ersten Andacht am Aschermittwoch über eine Szene aus dem Film "Das 1. Evangelium - Matthäus" von Pier Paolo Pasolini, über den Verrat des Judas.

In dem Schwarz-Weiß-Film aus dem Jahr 1964 sei die Inszenierung des Lichts von besonderer Bedeutung, da er nur mit Licht und Schatten arbeiten könne, so Klahr. Die Leidensgeschichte Jesu zeige auf ihre Weise, dass Schatten und Licht aufeinander zu beziehen sind, ja einander bedingen: "Kein Licht ohne Schatten - und kein Schatten ohne Licht", sagte Klahr.

Die Passionszeit der kommenden Wochen könne dazu verhelfen, die Konturen des eigenen Lebens zu entdecken, mit seinen dunklen und hellen Facetten. "Freude und Schmerz, Anfang und Ende, Abschied und Neubeginn, Tod und Leben gehören zusammen", sagte der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems.

Der Kunsthistoriker Professor em. Dr. Karl Arndt stellte in seinem einführenden Referat die spezifische Wirkungsweise des Films überhaupt vor und ging der Frage nach, worauf die Möglichkeiten dieser Kunstgattung beruhen.

Der Film unterscheide sich grundsätzlich vom Theater. Im Unterschied zum Theater bestimme ein Film zwingend, was die Zuschauer sehen. Der Film verfüge über eine breite Skala von Wirkungsmöglichkeiten, die er gebrauchen - oder auch missbrauchen könne. Dieser Pasolini-Film sei eine epische, von keiner Hast geprägte Schöpfung. Die Musik aus der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach unterstreiche den tiefen Ernst dieses Films. Arndt bezeichnete diesen Pasolini-Film als ein Kunstwerk allerhöchsten Ranges.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ostfriesischen Landesmuseum Emden brachte in ihrer Begrüßung die Freude über die Kooperation zum Ausdruck, durch die diese Reihe der Passionsandachten mittlerweile zum siebenten Mal im vollbesetzten Rummel des Alten Rathauses in Emden stattfinden könne. Der Evangelisch-lutherische Sprengel Ostfriesland-Ems, das Ostfriesische Landesmuseum und die Kulturkirche Martin-Luther-Kirche Emden veranstalten gemeinsam mit den lutherischen Gemeinden Emdens diese Andachtsreihe. Von der bei allen Veranstaltungen eingesammelten Kollekte sei es bisher möglich gewesen, jeweils ein Gemälde aus dem Connixloo-Zyklus zu restaurieren.

Die nächste Passionsandacht findet statt am Mittwoch, den 25. Februar 2015, um 18.15 Uhr. Unter dem Thema "Konturen der Einsamkeit" spricht die Künstlerin Dr. Nina Hinrichs, Lehrerin am Gymnasium am Treckfahrtstief in Emden, über das Bild "Mönch am Meer" von Caspar David Friedrich. Pastorin Doris Wiemann (Evangelisch-lutherische Pauluskirchengemeinde Emden) predigt über den Abschnitt aus dem Matthäusevangelium "Jesus im Garten Gethsemane" (Matthäus 26,36.40.41).

(Februar 2015)

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