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Veranstaltungsarchiv 2015

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Dr. Klahr mit Beauftragten für Konfessionsökumene im Kloster Frenswegen
Regionalbischof Dr. Detlef Klahr traf sich mit Beauftragten für Konfessionsökumene aus den Sprengeln Ostfriesland-Ems und Osnabrück und dem landeskirchlichen Beauftragten für Ökumene im Kloster Frenswegen; von links nach rechts: Martin Wolter (Osnabrück), Stefan Jannasch (Bad Lahr), Hartmut Kutsche (Rhaude), Thomas Henneberger (Aurich-Oldendorf), Christa Olearius (Nordhorn/Frenswegen), Klaus Haasis (Bad Essen), Dr. Detlef Klahr (Emden) und Dirk Stelter (Hannover).
(Foto: Hannegreth Grundmann)


Reformationsjubiläum und Ökumene
Regionalbischof Klahr traf Beauftragte für Konfessionsökumene in Frenswegen


Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr traf die Beauftragten der Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise für Konfessionsökumene aus den Sprengeln Ostfriesland-Ems und Osnabrück im Kloster Frenswegen bei Nordhorn. Dies sei ein guter Ort für solch ein Treffen, weil das Kloster Frenswegen mit seinen sechs kirchlichen Denominationen der Ort für Ökumene schlechthin sei. In der Stiftung Kloster Frenswegen arbeiten seit 1974 die Kirchengemeinden im Landkreis Grafschaft Bentheim zusammen. Zu ihnen gehören die lutherischen, reformierten, katholischen, altreformierten und evangelisch-freikirchlichen Gemeinden sowie die Herrnhuter Brüdergemeinde.

Einmal im Jahr treffen sich die Landessuperintendenten der beiden Sprengel, um sich über die Ökumene vor Ort auszutauschen und überregionale Impulse aufzugreifen. Zurzeit ist Dr. Detlef Klahr auch der kommissarische Landessuperintendent für den Sprengel Osnabrück. Klahr freut sich, dass am 7. Februar Dr. Birgit Klostermeier von Landesbischof Ralf Meister in ihr Amt als Regionalbischöfin des Sprengels Osnabrück in der Marienkirche in Osnabrück eingeführt wird.

In dem Austausch über ökumenische Ereignisse des vergangenen Jahres wurde besonders der feierliche Gottesdienst in Osnabrück zum 50. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils, das ganz im Aufbruch der Ökumene stand, erwähnt. Hierzu hatte die römisch-katholische Kirche Vertreter der Ökumene eingeladen.

Reformationsjubiläum und Ökumene
Der Beauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für Ökumene, Pastor Dirk Stelter, Referent im Haus kirchlicher Dienste Hannover, warf in seinem Bericht einen Blick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017.

Während auf katholischer Seite Abstand davon genommen werde, von einem "Jubiläum" zu sprechen und ein "Gedenken" vorgeschlagen wird, sieht Stelter das Wort "Jubiläum" als durchaus angemessen, da dieses Wort einfach auf die Wiederkehr einen bestimmten Jahrestages verweise. Das Gedenken bezeichne dann die Weise, wie dieses Jubiläum begangen werde.

Das 500-jährige Reformationsjubiläum beziehe sich auf die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Ablassthesen. Dies sei das Kernelement dieser Feier.

Luther wollte lediglich einen Anstoß geben zu einer Disputation über wahrgenommene Missstände im Ablasswesen. Dabei hatte er keine Spaltung der Kirche beabsichtigt. Luthers Anliegen seiner Thesen, nämlich die Rückbesinnung auf die Buße, solle in der Gestaltung der Reformationsfeierlichkeiten 2017 berücksichtigt werden, sagte Stelter.

Der Referent für Ökumene wies darauf hin, dass drei Punkte beim 500-jährigen Reformationsjubiläum beachtet werden sollten: Das Evangelium gehöre keiner Konfession. Es gebe gewachsene ökumenische Beziehungen und es gebe Anlässe zur Buße. "Wir sollten das Reformationsjubiläum ökumenisch begehen!", sagte Stelter. Es sei das erste Jahrhundertjubiläum im Zeitalter der Ökumene. Zu bedenken sei dabei unbedingt, dass wir 2017 keinen 500. Geburtstag feiern. "Unsere lutherische Kirche steht in einer 2000-jährigen Tradition!", so Stelter.

In seinem Bericht wies der Ökumenebeauftragte der Landeskirche auch auf den Ökumenischen Schöpfungstag am 20. September 2015 hin, der erstmals gemeinsam getragen wird von allen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen (ACKN) zusammengeschlossenen Kirchen. Christliche Kirchen setzen sich für die Bewahrung der Schöpfung ein und betreiben Nachhaltigkeitsprojekte. Kirchengemeinden der ACKN seien dazu aufgerufen, am 20. September einen Gottesdienst zum Schöpfungstag zu feiern und mit Umweltprojekten an dem ausgeschriebenenUmweltpreis teilzunehmen.

(Januar 2015)

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