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Veranstaltungsarchiv 2014

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<h1>Landessuperintendent Dr. Klahr bei der Pressekonferenz auf der EKD-Synode in Dresden
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr aus Emden (Bildmitte) stellte gemeinsam mit Präsidiumsmitglied Oberkirchenrat Klaus Eberl aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (links) auf der Pressekonferenz der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Maritim-Hotel in Dresden das Schwerpunktthema der Tagung vor. Die Internetbotschafterin der Bundesregierung für den digitalen Wandel, Professorin Dr. Gesche Joost (rechts), stellte sich den Fragen der Presse. Sie hatte eins der drei Impulsreferate gehalten.(Foto: Hannegreth Grundmann)

"Digitaler Wandel umfasst alle Lebensbereiche"
Landessuperintendent Dr. Klahr auf der EKD-Synode in Dresden


"Der digitale Wandel umfasst alle Lebensbereiche", sagte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Dresden, als er das diesjährige Schwerpunktthema "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft" als Beschlussvorlage in die Synode einbrachte.

"Da der digitale Wandel alle Lebensbereiche umfasst, muss sich auch die Kirche auf diesen Wandel einlassen und ihn mitgestalten", fasste der Regionalbischof für den Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems den Kundgebungsentwurf zusammen. Die EKD-Synode hat die Kundgebung einmütig verabschiedet und beschlossen, sich stärker in der digitalen Gesellschaft zu engagieren.

Die Möglichkeiten des Internets entsprechen nach Überzeugung der Synode dem Selbstverständnis von Kirche, wie sie auch dem reformatorischen Prinzip des "Priestertums aller Getauften" entspricht. In den durch die Digitalisierung neu geschaffenen Kommunikationsräumen müsse die evangelische Kirche aktiv, präsent, erkennbar und ansprechbar sein.

Durch die digitalen Räume entstünden "neue Gestalten von Gemeinde", heißt es in der Kundgebung. Diese gelte es zu respektieren und zu fördern. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland wurde gebeten, die dadurch aufgeworfenen theologischen Fragen zu bearbeiten.

In die medienethischen Debatten um die Gestaltung der digitalen Gesellschaft will sich die evangelische Kirche verstärkt einbringen. Dabei gehe es unter anderem um die Respektierung der Privatheit als Ausdruck der Würde jedes einzelnen Menschen. Eine christliche "Ethik des Digitalen" habe das Wohl des Menschen und eine freie und gerechte Gesellschaft zum Maßstab.

Die Synode erinnerte den Staat an seine Verpflichtung, die Grundrechte seiner Bürgerinnen und Bürger zu sichern: "Angesichts des fortwährenden Verstoßes gegen die Grundrechte im Bereich digitaler Daten fordern wir die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union auf, für eine digitale Infrastruktur zu sorgen, die nicht nur technisch, sondern auch grundrechtssichernd funktioniert." Außerdem soll sich die Bundesregierung für den Netzausbau und für Zugangsgerechtigkeit einsetzen.

Weiterhin betonte die Synode den Bildungsauftrag der Kirche, um die Medien- und Digitalkompetenzen der Menschen zu verbessern. Die Träger kirchlicher und diakonischer Arbeit werden gebeten, die inklusiven Chancen der Digitalisierung stärker für die Menschen zu erschließen.

Vom 6. bis zum 8. November und vom 9. bis zum 12. November 2014 nahm Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (Emden) an der 11. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und an der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Dresden teil. Gemeinsam mit einem vom Präsidium eingesetzten Vorbereitungsausschuss bereitete der Regionalbischof für den Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems das Schwerpunktthema der EKD-Synode vor: "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft".

Als Referentin konnte u. a. die Internetbotschafterin der Bundesregierung für den digitalen Wandel, Gesche Joost, gewonnen werden. Impulse für das Schwerpunktthema gab es erstmals auch von einer bereits durch eine Online-Diskussion im Vorfeld der Synode.

In den Rat der EKD wurde am Dienstag, den 11. November, der Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, gewählt. Diese Nachwahl war erforderlich, weil Nikolaus Schneider aus persönlichen Gründen aus dem Rat ausgeschieden ist. Da Nikolaus Schneider auch den Vorsitz des Rates der EKD niedergelegt hat, wurde an diesem Tag Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm (54) als sein Nachfolger gewählt, der nun der höchste Repräsentant der mehr als 23 Millionen Protestanten in Deutschland ist. Bedford-Strohm wird die EKD die nächsten zwölf Monate führen, gilt aber auch als Favorit für die in 2015 anstehende turnusgemäße Wahl, an die sich eine sechsjährige Amtszeit anschließt.

Zusammen mit dem Rat und der Kirchenkonferenz gehört die Synode zu den drei Leitungsorganen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie besteht aus 126 Mitgliedern; 106 Synodale wurden durch die Synoden der Gliedkirchen gewählt, 20 Mitglieder beruft der Rat unter besonderer Berücksichtigung von Persönlichkeiten, die für das Leben der Gesamtkirche und die Arbeit der kirchlichen Werke Bedeutung haben.

Die Synode wird jeweils für die Dauer von sechs Jahren gebildet, die aktuelle Amtszeit läuft von 2009 bis 2015. An ihrer Spitze steht ein siebenköpfiges Präsidium unter der Leitung von Präses Dr. Irmgard Schwaetzer. Die Synode der EKD kommt an wechselnden Orten in der Regel einmal im Jahr zu einer mehrtägigen Tagung zusammen.

Unter der Internet-Adresse

www.ekd.de/synode2014/schwerpunktthema/beschluss_kundgebung.html

steht der Beschluss zum Herunterladen bereit.

Interview: mit Landessuperintendent DR. Klahr zum Schwerpunktthema

Die EKD-Synode im Internet: www.ekd.de/synode

Lesebuch zum Schwerpunktthema: www.ekd.de/synode2014-lesebuch

Online-Diskussion zum Schwerpunktthema: www.ekd.de/schwerpunktdiskussion

Zur Generalsynode der VELKD gehören 50 Synodale, davon acht berufene. Präsident der Synode ist Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann (Hamburg). Eine aktuelle Berichterstattung sowie die Bereitstellung von Tagungsbeiträgen erfolgt auf der Internetseite www.velkd.de

(November 2014)

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