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Veranstaltungsarchiv 2014

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Dr. Klahr predigt in der Laurentiuskapelle in Falkenburg beim Diakoniekonvent
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr hielt die Predigt im Festgottesdienst zum Gesamtkonvent des Diakoniekonvents Lutherstift in der Laurentiuskapelle in Falkenburg, verabschiedete Erich Kurzawski (2.v.r.) aus seinem Amt als Ältester und führte Ingeborg Willemsen (3.v.l.) erneut in ihr Amt als Älteste des Diakoniekonvents ein. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Landessuperintendent Dr. Klahr visitiert Diakoniekonvent in Falkenburg

Es brannte wieder Licht im ehemaligen Bildungszentrum in Falkenburg. Für ein Wochenende erwachte es aus dem Dornröschenschlaf, nachdem die Bildungsstätte bereits seit zwei Jahren geschlossen ist. Der Diakoniekonvent Brüder- und Schwesternschaft Lutherstift traf sich am 25. und 26. Oktober 2014 zur Gesamttagung in Falkenburg. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr kam als Mitglied des Bischofsrates der Landeskirche Hannovers zur Visitation.

"Die Laurentius-Kapelle hier ist Ihre Heimat. Sie ist ein Ort der Gottesbegegnung", sagte er im Festgottesdienst und sprach damit den Konventsmitgliedern aus dem Herzen, sei es den sieben, die hier leben und regelmäßig Andachten feiern und sonntags Gottesdienste gestalten oder denen, die hier ausgebildet wurden und immer wieder zu Zusammenkünften des Konventes oder Fortbildungen hierher zurückkehrten.

Ein wichtiges Thema am Wochenende war die Frage nach einem neuen Zentrum des Diakoniekonvents auf dem Gelände in Falkenburg, der seit 1958 hier sein Zuhause hat.

Nachdem vor fünf Jahren die Landessynode der Landeskirche Hannovers beschlossen hatte, im Rahmen der Sparmaßnahmen aus der Bildungsstätte Falkenburg auszusteigen und eine zweijährige Kooperation zwischen dem Diakoniekonvent und den Rotenburger Werken gescheitert war, ist die Bildungsstätte verwaist und steht zum Verkauf.

Bis Ende des Jahres sollen hierfür in der Landeskirche Hannovers Entscheidungen fallen. Da ein anderer Teil des Geländes und einige Gebäude dem Konvent gehören, sind die Überlegungen für ein neues Zentrum des Konventes in der Gesamtkonzeption an die künftige Nutzung der ehemaligen Bildungsstätte gebunden.

Der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems verabschiedete Erich Kurzawski aus seinem Amt als Konventsältester und führte Ingeborg Willemsen nach ihrer Wiederwahl in ihr Amt als Älteste ein, das sie für zwei Jahre übernommen hat und nun erstmals allein wahrnimmt. Ihre erste Amtshandlung war die Aufnahme eines neuen Konventsmitglieds. Unter Gebet und Segen wurde Carolin Höft im Gottesdienst in den Diakoniekonvent Lutherstift aufgenommen.

Der Diakoniekonvent Brüder- und Schwesternschaft Lutherstift in Falkenburg ist eine Gemeinschaft von Diakoninnen und Diakonen und von diakonisch engagierten Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Berufen und Lebenszusammenhängen. Er besteht aus 172 Mitgliedern und ist als eingetragener Verein organisiert. In Norddeutschland gibt es 13 Regionalkonvente und einen in Südwestdeutschland. Sie treffen sich regelmäßig zu Bibelgespräch, Gebet und Diskussionen über die Belange des Konventes. Mindestens zweimal im Jahr werden alle Konventsmitglieder nach Falkenburg (bei Ganderkesee zwischen Bremen und Oldenburg) eingeladen: zum Konventsfest im Mai und zum Gesamtkonvent im Oktober.

Der Konvent wird geleitet vom Konventsrat, dem die (zwei) Konventsältesten vorstehen. Mitglied im Konventsrat ist ein Konventspastor, der auf Vorschlag des Gesamtkonventes vom Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche ernannt wird. Der Konvent besteht als Bruderschaft von Diakonen seit 1920, zog 1958 von Rotenburg nach Falkenburg um und hat sich seit 1980 für die Mitgliedschaft von Frauen geöffnet.

Auf dem Gelände des Lutherstifts leben sieben Konventsmitglieder, darunter eine Familie ein Ehepaar und zwei Alleinstehende, im sogenannten "Refugium" und ermöglichen in der Laurentiuskapelle das regelmäßige geistliche Leben durch tägliche Andachten und sonntägliche Gottesdienste. Die Konventsmitglieder finanzieren durch ihre Beiträge einen Teil der Konventsarbeit. Durch Kollekten und Spenden werden die Arbeit und die Projekte des Konvents gefördert. Dazu gehört auch die Jakobusklause, eine Übernachtungsmöglichkeit für wohnungslose Durchreisende.

Der Diakoniekonvent setzt sich für eine intensive berufspolitische Arbeit ein, indem er sich um die Belange der Diakoninnen und Diakone kümmert und für den Nachwuchs wirbt.

Einmal im Jahr trifft sich der Arbeitskreis "Spiritualität" und erarbeitet neue Impulse für das geistliche Leben des Konvents. Außerdem gibt es einen Redaktionskreis, der viermal im Jahr einen Rundbrief herausgibt.

Mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wurde eine Vereinbarung geschlossen, zu der auch die regelmäßige Visitation des Konventes u.a. durch ein Mitglied des Bischofsrates gehört. Zur Zeit ist Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (Emden) der Visitator.

(Oktober 2014)

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