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Veranstaltungsarchiv 2014

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Pastor Mathis Burfien und der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems, Dr. Detlef Klahr
Pastor Mathis Burfien besuchte den Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems, Dr. Detlef Klahr, in der Landessuperintendentur in Emden und stellte ihm Initiativen vor, mit denen die Landeskirche Hannovers um theologischen Nachwuchs wirbt. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Landeskirche wirbt für den Pfarrberuf

öso. Emden. Hannover. "Pastorinnen und Pastoren gesucht", darauf stellt sich die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers momentan ein und hat zur Werbung des theologischen Nachwuchses eine Stelle geschaffen.

"Wir möchten junge Menschen einladen, das Theologiestudium und den Pfarrberuf kennenzulernen", sagte Mathis Burfien, der seit September 2013 diese Projektpfarrstelle innehat, als er Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr in Emden besuchte.

"Theologie öffnet den Horizont auf Themen, die den Blick weiten auf die eigene Person, auf Mitmenschen und auf Gott, dabei geht es um uralte und aktuelle brennende Fragen von heute", so Burfien. Über das Jahr verteilt bietet er unterschiedliche Seminare an, um einen Zugang zu diesem vielseitigen Beruf und zur Theologie zu vermitteln.

Dazu ist jetzt eigens die Informationsbroschüre "Steckt mehr drin, als Du glaubst..." entstanden. Wichtig seien auch Schulpraktikumsplätze für alle kirchlichen Berufe. Dafür solle eine Internetplattform entstehen.

"Das Theologiestudium bietet sehr gute Möglichkeiten, sich grundlegend mit Sinn- und Glaubensfragen auseinanderzusetzen. Der Pastorenberuf, der nach einer praktischen Ausbildungszeit ergriffen werden kann, bietet ein spannendes und selbständig zu gestaltendes Tätigkeitsfeld", sagt Regionalbischof Dr. Klahr.

Augenblicklich sei es nötig, für diesen attraktiven Beruf zu werben, da absehbar nicht genügend Absolventen bereitstünden. "Wie bei anderen Berufsgruppen, zeigt sich auch bei Theologen ein Nachwuchsproblem", sagte Klahr. Darum sei es wichtig, über Studium und Beruf in guter Weise zu informieren, und den Beruf seitens der Landeskirche attraktiv zu gestalten.

"Die Arbeitsstruktur, die Besoldung und die Wohnsituation sind sicher drei wichtige Faktoren, die die Attraktivität des Berufs heute bestimmen", so Klahr. Ein kaum zu überschätzendes hohes Gut, sei eine umfassende und solide Ausbildung in Studium und Praxis. Sie befähige dazu, den Pfarrberuf individuell und verantwortlich auszufüllen.

Ab 2017 werde es mehr freie Pfarrstellen als Bewerber geben. Hatte es vor Jahren noch zu viele ausgebildete Theologen gegeben, die nicht ins Pfarramt übernommen werden konnten, so verändere sich die Situation in den nächsten Jahren. Im Moment sind 1900 Pastorinnen und Pastoren in der Landeskirche Hannovers beschäftigt.

Burfien berichtet, dass rund 40 Studierende im Jahr in der Landeskirche mit dem Theologiestudium beginnen. Davon gehen 25 Personen in die praktische Ausbildung, das Vikariat. Von den 257 Theologiestudierenden, die im Moment zur Landeskirche Hannovers gehören, sind 151 Frauen. Von den 28, die bislang in 2014 auf die Liste der Theologiestudierenden der Landeskirche Hannovers genommen wurden, sind 20 Frauen.

Mittlerweile haben etliche Landeskirchen eine Stelle zur Gewinnung des theologischen Nachwuchses geschaffen. Zur Werbung für Diakone und Kirchenmusiker gibt es vergleichbare Beauftragungen.

Vom 13. bis 15. Februar 2015 findet ein ökumenisches Wochenende für katholische und evangelische Jugendliche zum Thema „Glück gesucht – ein Theologiestudium auf Probe“ im Kloster Frenswegen statt. Hier können junge Menschen ihrem Glauben auf den Grund gehen. Informationen unter www.theologie-studieren.de

(August 2014)

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