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Veranstaltungsarchiv 2014

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Eröffnung der Ausstellung ReFORMation in der Martin-Luther-Kirche in Emden mit Dr. Klahr
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (links) und Oberbürgermeister Bernd Bornemann (rechts) eröffneten gemeinsam mit den Professoren Dr. Barbara Kotte (4.v.l.) und Timo Rieke (2.v.l.), Diakon Hartmut Reimers vom Arbeitsfeld Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste Hannover (3.v.l.), Pastor Christoph Jebens (2.v.r.) und zehn Studierenden der Fakultät Gestaltung der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK) die Wanderausstellung "ReFORMation" in der Martin-Luther-Kirche in Emden. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Christus - das schönste Design Gottes
Dr. Klahr eröffnet Wanderausstellung "ReFORMation" in Emden


Gemeinsam mit Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann eröffnete Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr die Wanderausstellung "ReFORMation" in der Martin-Luther-Kirche in Emden.

Zwölf Designstudenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim haben im Rahmen ihres Masterstudiengangs im Sommersemester 18 Designobjekte zum Lutherdekadenjahr 2015 "Reformation und Bild" erarbeitet. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Fakultät Gestaltung der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK) zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017.

"Die Design-Studierenden schaffen auf ihre Weise, mit den kreativen Ideen ihrer Arbeiten, den Transfer reformatorischer Ideen und Inhalte in die Gegenwart", sagte Landessuperintendent Dr. Klahr.

"Indem Sie als Designer, die Sie sich ja grundsätzlich mit der Form beschäftigen, das Wort ,Form' in dem Wort ,ReFORMation' herausstellen, haben Sie Martin Luthers Theologie in ihrem Zentrum getroffen. Gottes Wort teilt sich nur durch eine Form mit. Luther betonte das leibliche Wort, das wir durch unsere Sinne wahrnehmen", so Klahr. "Gottes Liebe wird in Jesus Christus sichtbar, hörbar, fühlbar und spürbar. Christus selbst ist das schönste Design der Liebe Gottes. Seine Menschwerdung ist das Entstehen einer Form, die vollkommenste Form, in der Gott seine Liebe gegossen hat", führte der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems weiter aus. Die Kunst in der Kirche stehe im Dienst des Glaubens und diene als Anregung des Glaubens, so Klahr.

"Normalerweise beschäftigt sich eine Fakultät für Gestaltung mit Werbekampagnen, Material- und Farbkonzepten. Warum beschäftigen wir uns mit dem Thema Reformation?", fragte Vertretungsprofessor Timo Rieke und sagte: "Design ist storytelling, Design erzählt Geschichten. Die Werke dieser Ausstellung erzählen Geschichten der Reformation."

Es bestehe ein enger Zusammenhang zwischen Design und gesellschaftlichen Verhältnissen. Beide prägen sich gegenseitig und seien zeitbedingt. Die Exponate zeigen, wie Studierende heute die Reformation interpretieren, und welche Bedeutung sie für die Gegenwart und Zukunft habe, so Rieke. "Wir verstehen Reformation als Neudeutung und Erneuerung, um Verhältnisse, in denen Menschen leben, zu verbessern, fasst Rieke die Arbeit der Designer zusammen.

Oberbürgermeister Bernd Bornemann wies auf die Bedeutung der Reformation der Stadt Emden hin. Sie habe die Stadt auf vielfältige Weise geprägt. Aber auch in der Gegenwart und Zukunft werde die Bedeutung der Reformation für die Stadt Emden in den Blick genommen. Seit Januar trage Emden den Titel "Reformationsstadt Europas" und werde diesen Titel inhaltlich in den folgenden Jahren mit einem gemeinsamen Arbeitskreis kirchlicher und kultureller Vertreter füllen. Auch diese Ausstellung nehme darin einen besonderen Platz ein, freute sich der Oberbürgermeister.

Für die Kunsthalle Emden sprach Katrin Tölle ein Grußwort. Die Kunsthalle und die Martin-Luther-Kulturkirche hätten bereits drei gemeinsame Kunstgottesdienste in der Kunsthalle miteinander gefeiert. Tölle könne sich gut vorstellen, gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen diese Ausstellung anzusehen, denn alle Objekte hätten das Potential, eine Verknüpfung des Themas "Reformation" mit dem eigenen Leben herzustellen.

Carolin Weitkamp und Norman Steiner bedankten sich im Namen der Studierenden bei den Verantwortlichen, die diese Arbeit angeregt und begleitet hatten, bei Dr. Simone Liedtke und Diakon Hartmut Reimers vom Arbeitsfeld Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste Hannover und bei den beiden Professoren Dr. Barbara Kotte und Timo Rieke. Es sei nicht selbstverständlich, dass Studierende solch eine Ausstellung machen könnten. Auch der Martin-Luther-Kirchengemeinde galt ihr Dank für die herzliche Aufnahme.

Pastor Christoph Jebens führte durch die Ausstellungseröffnung. Die musikalische Gestaltung hatte das Auswahlorchester des Gymnasiums am Treckfahrtstief in Emden unter der Leitung von Ronald Jacobs übernommen.

Die Wanderausstellung "ReFORMation" in der Martin-Luther-Kirche in Emden, Bollwerkstraße ist von dienstags bis freitags 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr und sonntags nach den Gottesdiensten zu geöffnet. Die Ausstellung endet am 9. August um 20.00 Uhr mit einer Finissage.

Erstmalig wurde die Wanderausstellung ab dem 6. Juli in der St.-Andreas-Kirche in Hildesheim gezeigt. Ausstellungsorte sind außerdem die Kulturkirche Martin-Luther in Emden, der Stammelbachspeicher in Hildesheim und das Museum August Kestner in Hannover. Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

Weitere Informationen unter kunstinfo.net

(Juli 2014)

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