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Veranstaltungsarchiv 2014

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Fest der Ökumenischen Partnerschaften im Kloster Frenswegen
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr aus Emden (2.v.l.) hatte gemeinsam mit Pastorin Christa Olearius aus Nordhorn (Bildmitte), der lutherischen Moderatorin im Kloster Frenswegen, Pastor Kurt Herrera aus Hermannsburg (2.v.r.), Referent im Evangelisch-lutherischen Missionswerk in Niedersachsen (ELM), und Pastor Sven Grundmann aus Holtland (rechts), Hauptgruppenvorsitzender des Gustav-Adolf-Werkes in Ostfriesland, das Fest der Ökumenischen Partnerschaften im Kloster Frenswegen vorbereitet. Refilwe Clara Tstse aus Botswana (links) und Johan Robyn (3.v.l.) aus Südafrika waren als Gäste eingeladen.(Foto: Hannegreth Grundmann)

Kontakte zur weltweiten Christenheit
Landessuperintendent Dr. Klahr dankt für ökumenisches Engagement


Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr hatte zu einem Fest der Ökumenischen Partnerschaften ins Kloster Frenswegen bei Nordhorn eingeladen. 80 in der ökumenischen Partnerschaftsarbeit Engagierte und Interessierte aus dem Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems waren seiner Einladung gefolgt.

"Mit diesem Fest möchte ich mich bei Ihnen für Ihr Engagement bedanken. Sie pflegen die Verbindungen zu Christen in anderen Erdteilen. Diese Partnerschaften machen uns reich, denn sie zeigen, wie andere ihren Glauben in der je eigenen Kultur und Gesellschaft gestalten", sagte der Regionalbischof zu den Teilnehmern. Im Sprengel gibt es über zwanzig solcher Partnerschaften, darunter nach Brasilien, Indien, Uganda, Sudan, Tansania, Russland und Kasachstan.

"Aus den Begegnungen mit Christen aus anderen Ländern lernen wir voneinander, wie es aussehen kann, als Christen in dieser Welt zu leben. Vor allem müssen wir uns miteinander im Gebet und im öffentlichen Diskurs dafür einsetzen, dass Christen nicht um ihres Glaubens willen unterdrückt und verfolgt werden", so Klahr.

Diese Offenheit im Christentum für die Menschen in anderen Erdteilen unserer Erde verändere den Blick für Menschen, die in unserem Land Zuflucht und Heimat suchen. Erfahrene Gastfreundschaft ermutige, auch andere in unserem Land willkommen zu heißen. "Gastfreundschaft muss ein Markenzeichen des Christentums bleiben", sagte Klahr.

Vorbereitet wurde dieser Tag von Vertretern der Sprengel-Arbeitsgruppe für Mission, Ökumene und Partnerschaftsarbeit, die sich zweimal im Jahr mit dem Landessuperintendenten trifft. Gemeinsam mit Pastor Kurt Herrera aus Hermannsburg, Referent im Evangelisch-lutherischen Missionswerk in Niedersachsen (ELM), hatten Pastorin Christa Olearius, lutherische Moderatorin im Kloster Frenswegen, und Pastor Sven Grundmann aus Holtland, Hauptgruppenvorsitzende des Gustav-Adolf-Werkes in Ostfriesland, ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

In vier Arbeitsgruppen, die von Referenten des ELM geleitet wurden, von Ute Penzel, Tobias Schäfer, Pastorin Stefanie Fendler und Pastor Kurt Herrera, ging es um Tipps zur Gestaltung der Ökumenischen Partnerschaftsarbeit.

Christian Seitz aus Leer und Refilwe Clara Tstse aus Botswana erzählten von ihren Erfahrungen mit dem Austauschprogramm "Seitenwechsel", das das ELM für 18 bis 28-Jährige anbietet. Christian Seitz aus Leer war nach seinem Schulabschluss für ein Jahr in Johannesburg in Südafrika. Dort hat in einer Gastfamilie gelebt und in der Kirchengemeinde in Jugend- und Kindergruppen mitgearbeitet.

"Die Trennung zwischen Schwarzen und Weißen ist dort zwar seit rund 20 Jahren offiziell abgeschafft, aber sie ist in den Köpfen noch nicht ganz überwunden. Die krasse soziale Spaltung der Gesellschaft dort habe ich als Erbe der Apartheit erlebt", sagte Seitz.

Refilwe Clara Tstse kommt aus Botswana und lebt seit einem halben Jahr in der Jugendbildungsstätte Asel. Gefragt, welche Erfahrung Sie mitnimmt nach Botswana, wenn sie nach einem Jahr zurückkehrt, sagte sie: "Ich möchte das Bild von Deutschland Zuhause weitergeben, das ich mir hier machen konnte. Ich erlebe hier Toleranz für andere. So ist man mir hier begegnet."

Den Hauptvortrag an diesem Tag der Begegnung hielt Johan Robyn, Theologe und Sozialarbeiter aus Südafrika. Dabei ging es um die Frage "Wie interessieren wir Jugendliche für die Kirche?" Robyn stellte die Idee einer Glaubens-App vor, die Jugendliche auf ihrem Smartphone empfangen können. Es sei wichtig, die Kommunikationsformen der Jugendlichen in der Kirche zu berücksichtigen, um sie näher an die Kirche heranzubringen. Sie seien es gewohnt, im Internet sich zu vernetzen und miteinander im Gespräch zu sein. "In der Kirche müssen wir die jungen Leute so akzeptieren, wie sie sind", sagte Robyn in seinem lebendigen Vortrag.

Neben den Arbeitsgruppen und dem Vortrag gab es Zeit für Gespräche. Ein Abendmahlsgottesdienst und ein festliches Buffet mit internationalen Speisen waren Abschluss des Dankeschönfestes.

(Juli 2014)

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