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Veranstaltungsarchiv 2014

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Verabschiedung von Anne de Buhr durch Dr. Klahr
Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr verabschiedet in der Landessuperintendentur in Emden Anne de Buhr als Fachberaterin Evangelischer Kindertagesstätten in den Ruhestand. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Anne de Buhr im Ruhestand
Dr. Klahr verabschiedet Fachberaterin der Evangelischen Kindertagesstätten


Anne de Buhr ist seit Anfang Juni im Ruhestand. Als landeskirchliche Fachberaterin evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder im Sprengel-Ostfriesland-Ems war sie für rund 100 Einrichtungen in Trägerschaft der Evangelisch-lutherischen und Evangelisch-reformierten Kirchen zuständig.

An dem letzten Fortbildungstag, den sie Mitte Mai zum Thema "Inklusion" veranstaltete, nahmen rund 80 Personen der Leitungsteams aus den Kindertagesstätten teil. "Das Thema ist mir wichtig, denn Inklusion bedeutet, dass in einer Gesellschaft alle gleichberechtigt dazu gehören", sagt Anne de Buhr.

Zu ihrer Verabschiedung aus ihrem Sprengeldienst kam Anne de Buhr in die Landessuperintendentur nach Emden. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr hatte sie eingeladen und dankte ihr für ihr langjähriges Engagement:

"Sie haben in Treue und mit großer fachlicher Qualifikation die Arbeit unserer Kindertagesstätten begleitet und auf diese Weise die pädagogische Qualität der kirchlichen Arbeit in diesem Bereich sichergestellt. Sie haben die Interessen und die freie Entwicklung der uns anvertrauten Kinder als Hauptaufgabe angesehen und die Mitarbeitenden in ihrem so wichtigen Dienst unterstützt. Dafür danke ich Ihnen im Namen unserer Kirche von ganzem Herzen", würdigte der Regionalbischof ihre Arbeit.

"Wenn man seinen Job als Pädagogin ernst nimmt, muss man bereit sein, sich persönlich weiterzuentwickeln, das heißt, offen bleiben für neue Sicht- und Lebensweisen", sagte Anne de Buhr über ihre langjährige Tätigkeit und wies darauf hin, dass dies ein Wort ihrer früheren Kollegin Ulrike Beyer sei. Mit ihr hatte sie sich von 1991 bis zum Jahr 2002 die Fachberatung geteilt. Danach hatte de Buhr dann die ganze Stelle inne.

Gebürtig ist Anne de Buhr aus Aalen in Württemberg. Nach Emden ist sie zum Studium an die Fachhochschule gekommen. Dort hatte sie 1973 am ersten Studiengang für Sozialpädagogik teilgenommen. Nachdem sie zunächst mit arbeitslosen Jugendlichen in Oldenburg gearbeitet hatte, entschied sie sich gemeinsam mit ihrem Mann, Jürgen de Buhr, für Emden als Wohnort und übernahm 1981 die Leitung des Evangelisch-reformierten Kindergartens in Borssum.

"Wir sind Begleiter", fasst Anne de Buhr den Beruf des Erziehers und der Erzieherin zusammen. "Kinder sind von Anfang an vollständige Menschen, denen nichts hinzugefügt werden muss. Es ist wichtig, ihnen Offenheit, Wertschätzung und Sicherheit entgegenzubringen, ihnen mit einer Haltung begegnen, die ihnen zeigt, dass sie ein von Gott geliebtes Kind sind", so de Buhr. Das zeichne die Arbeit in kirchlichen Einrichtungen aus. Das kirchliche Fortbildungs- und Beratungssystem schaffe es, dass die Einrichtungen Ostfrieslands auf dem neuesten Stand sind.

Die Fachberatungsstelle für evangelische Kindertagesstätten wurde 1979 gegründet und befand sich in Trägerschaft der lutherischen und reformierten Kirchen. Zunächst wurden im Gebiet des damaligen Sprengels 50 Einrichtungen betreut. 1995 kam das Emsland hinzu.

Mit dem Eintritt von Anne de Buhr in ihren Ruhestand geht diese Form der Fachberatung zu Ende. Die Kirchen stellen sich mit Strukturveränderungen auf eine sich verändernde Gesellschaft ein. In Zukunft bilden Kindertagesstättenverbände eine neue Trägerform. Jeweils eine geschäftsführende Leitung sorgt für die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen und eine pädagogische Leitung gewährleistet dann fortan die pädagogische Qualität.

(Juni 2014)

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