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Veranstaltungsarchiv 2013

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Ausstellung: Rosenstraße 76 - Häusliche Gewalt überwinden
Die beiden Schirmherren, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr und Oberbürgermeister Bernd Bornemann (von links), begrüßten gemeinsam mit der Referentin für Frauenarbeit im Sprengel Ostfriesland, Daniela Dombrowski, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emden, Okka Fekken, und dem Referenten für Männerarbeit in den Sprengeln Ostfriesland und Osnabrück, Bernhard Noormann, die Mitwirkenden und Unterstützenden an der Ausstellung "Rosenstraße 76 - Häusliche Gewalt überwinden" zum Empfang im Gemeindezentrum der Martin-Luther-Kirchengemeinde in Emden. (Foto: Hannegreth Grundmann)

"Rosenstraße 76"
Einmalig in der Landeskirche und erstmalig in Ostfriesland Ausstellung und Veranstaltungen zum Thema "Häusliche Gewalt überwinden"


öso. Emden. Ostfriesland. Kirchen, Städte und Kommunen unterstützen Ostfriesland weite Veranstaltungen und die Ausstellung Rosenstraße 76 in Emden zum Thema "Häusliche Gewalt überwinden".

"Dass beinahe 30 Kooperationspartner und zehn Institutionen etwa 50 kostenlose Veranstaltungen Ostfriesland weit auf den Weg gebracht haben und die Ausstellung in Emden ermöglichen, ist in dieser Größe einmalig in der Landeskirche Hannovers", freut sich Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr auf dem Empfang des Sprengels Ostfriesland und der Stadt Emden.

Mitwirkende und Unterstützende waren zum Auftakt dieses großen Gemeinschaftsprojektes zu einem Empfang in das Gemeindezentrum der Martin-Luther-Kirchengemeinde nach Emden eingeladen.

"In Ostfriesland kennt man sich und hilft man sich", sagte Oberbürgermeister Bernd Bornemann als einer der beiden Schirmherren neben Dr. Klahr und stimmte in die Freude über den großen Unterstützerkreis mit ein.

Erstmals hätten drei Kirchen, die lutherische, die reformierte und die katholische Kirche, gemeinsam mit der Stadt Emden und unterschiedlichen Gebietskörperschaften zusammengearbeitet, hob der Oberbürgermeister der Stadt Emden hervor. Das zeige, dass bereits geknüpfte Netze sich als tragfähig erweisen und alle das gemeinsame Ziel verfolgen, häusliche Gewalt zu überwinden.

Diese Form von Gewalt werde von außen oft nicht wahrgenommen, so Klahr. Die Opfer von Gewalt könnten schwer darüber reden. Die Ausstellung möchte das Thema häusliche Gewalt auf sensible Weise enttabuisieren. "Wer statt Geborgenheit und Schutz in den eigenen vier Wänden Gewalt erfährt, der hat ein Leben lang darunter zu leiden", sagte der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland.

Die Ausstellung ist erstmalig in einer Kirche zu sehen. Dort wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit einem Pflegezimmer aufgebaut. Ebenfalls erstmals wird in der Ausstellung in Emden, die bereits an vier anderen Standorten in Niedersachsen zu sehen war, Gewalt in der häuslichen Pflege berücksichtigt. Dies sei, so Bornemann, ein bisher fast unbekanntes Thema.

Fachleute werden die Ausstellung begleiten. Niemand muss mit diesem Thema allein umgehen. Mitarbeiterinnen aus Frauenhäusern, Interventionsstellen, Seelsorgerinnen und Seelsorger sind zu Gesprächen bereit.

Schulklassen von den Berufsbildenden Schulen I in Emden sind darauf vorbereitet worden, Schülergruppen ab der neunten Klasse durch die Ausstellung zu begleiten. So sind die Vormittage für 44 Schulklassen vorgesehen, von denen bereits die Hälfte ausgebucht ist. Die Nachmittage sind für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben.

Die beiden Schirmherren Klahr und Bornemann würdigten die Kirchengemeinde, die die Martin-Luther-Kirche für die Ausstellung zur Verfügung stellt und das Lenkungsteam, das nach einer anderthalb jährigen Vorbereitungszeit ein umfangreiches Programm vorstellte.

Zum Lenkungsteam gehören die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Emden, Okka Fekken, die Referentin für Frauenarbeit im Sprengel Ostfriesland, Daniela Dombrowski, und der Referent für Männerarbeit in den Sprengeln Ostfriesland und Osnabrück, Bernhard Noormann.

Die Ausstellung wird vom 27. Oktober bis zum 10. November 2013 in der Martin-Luther-Kirche in Emden zu sehen sein. Schon jetzt hat das Rahmenprogramm mit einigen Veranstaltungen begonnen. Eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer und Gottesdienste mit Kindern der MuThig-Projektgruppe aus St. Johannis-Sandhorst fanden bereits

Die "Gottesdiensttournee" zum Thema "Wenn Kinder häusliche Gewalt erleben" geht durch alle sechs Kirchenkreise des Sprengels und mündet in den Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung am 27. Oktober 2013 um 11.00 Uhr.

Weitere Informationen und Anmeldungen im Internet unter
www.rosenstrasse76-ostfriesland.de

(Oktober 2013)

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