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Veranstaltungsarchiv 2012

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Die Netzwerkpartner "Notruf Mirjam" in der Landessuperintendentur
In der Landessuperintendentur in Emden kamen Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Einrichtungen zur Unterzeichnung der Kooperationserklärung "Notruf Mirjam NordWest" zusammen.(Foto: Hannegreth Grundmann)

Hilfe für Schwangere und Mütter in Not
"Notruf Mirjam NordWest" startet Mitte Januar 2013


"Kein Mädchen, keine Frau, die schwanger ist, soll verzweifeln!" Mit diesen Worten beschrieb der Geschäftsführer des Landesvereins für Innere Mission Hannover, Pastor Heino Masemann, das Anliegen von "Notruf Mirjam".

Im Jahr 2001 hatte die damalige Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann dieses Netzwerk in Hannover mit kirchlichen Kooperationspartnern ins Leben gerufen. 2011 übernahm die Innere Mission Hannover die Trägerschaft für das Projekt und setzt sich dafür ein, die Arbeit von "Notruf Mirjam" niedersachsenweit auszudehnen. Angeboten werden ein kostenloser und anonymer 24-Stunden-Notruf (0800/60 500 50) und die konkrete Unterstützung notleidender Schwangerer und Mütter mit neugeborenen Kindern.

Die Patin von Notruf Mirjam Niedersachsen, Dr. Margot Käßmann, freut sich sehr, dass sich das Netzwerk Mirjam in Niedersachsen ausweitet. Es gehe darum, durch vielfältige Angebote von individueller Betreuung und Beratung, wie auch der Adoptionsvermittlung, zum Kind zu ermutigen.

"So wie die Mutter des biblischen Mose in großer Not durch Miriam begleitet wurde, will das Netzwerk heute für Mutter und Kind einstehen", schrieb sie an die Beteiligten zur Unterzeichnung der Kooperationserklärung.

"Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes! Unterstützen wir die Kleinsten und Schwächsten, dann verändern wir das Gesicht unserer Gesellschaft nachhaltig." Mit diesen Worten begrüßte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr die Kooperationspartner, die zur Unterzeichnung einer Kooperationserklärung in der neuen Landessuperintendentur in Emden zusammenkamen.

Damit werde nun das erste regionale Netzwerk "Notruf Mirjam" in Niedersachsen gegründet, freute sich der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland. Dafür begeisterten sich auch die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von zehn Institutionen, die dieses Netzwerk nach ihren Möglichkeiten unterstützen.

"Wir möchten dieses Netzwerk gern von der Küste her aufrollen", sagte Thomas Sprengelmeyer als Vertreter der Stadt Emden. Er sei stolz, dass die kleinste kreisfreie Stadt in Niedersachsen sich daran beteilige und er sei bereit, Kontakte zu weiteren Kommunen zu vermitteln. Das Ziel müsse sein, solch ein Netz für die gesamte Region, das ganze Land und die Republik zu entwickeln. Das neue Bundeskinderschutzgesetz schreibe eine engere Vernetzung zwischen dem Sozial- und Gesundheitswesen vor, so Sprengelmeyer.

Besonders gedankt wurde der Geschäftsführerin im Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung in Emden (nifbe), Birte Engelberts. Sie hat seit zwei Jahren die Kontakte zwischen den einzelnen Institutionen geknüpft und wird in Zukunft die Netzwerkmanagerin sein.

"Dieser Notruf funktioniert nur mit Hilfe der Ehrenamtlichen", sagte Engelberts. Zur Zeit arbeiten 18 Frauen ehrenamtlich mit. Sie wurden für diese Aufgabe geschult, damit sie am Telefon den Frauen in Not umfassend und kompetent weiterhelfen können. Die Schulung werde unterstützt von der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen und dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Emden/ Leer.
Als Vertreter der Hochschule war Präsident Professor Dr. Gerhard Kreutz zur Unterzeichnung gekommen.

Den Ehrenamtlichen kommt bei diesem Projekt eine besondere Rolle zu. Sie sind die ersten Ansprechpartnerinnen und können am Telefon die entsprechenden Kontakte vermitteln. Dies geschehe niedrigschwellig und anonym. Diese unkomplizierte Weise fasziniert den Chefarzt der Kinderstation des Klinikum Emden, Ansgar Wosnitza. Deswegen wolle er dieses Netzwerk gerne unterstützen, kommentierte Wosnitza seine Unterschrift unter die Kooperationserklärung.

Anlaufstelle für den "Notruf Mirjam NordWest", so Pastor Manfred Meyer, ist das Büro im Evangelisch-reformierten Gemeindehaus in Emden im Paapsand 25. Hier befindet sich auch die Geschäftsstelle des nifbe Regionalnetzwerks NordWest, direkt hinter der Hochschule Emden/ Leer.

Die Kooperationserklärung unterzeichneten Heino Masemann, Landesverein für Innere Mission, Hannover; Professorin Dr. Andrea Caby, nifbe Regionalnetzwerk NordWest, Emden; Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Sprengel Ostfriesland; Manfred Meyer, reformierte Gemeinde Emden; Thomas Sprengelmeyer, Stadt Emden; Menso Cords, Leinerstift Großefehn; der Präsident der Hochschule Emden / Leer, Professor Dr. Gerhard Kreutz, und für das Klinikum Emden Ansgar Wosnitza.

Träger des Projektes ist der Landesverein für Innere Mission Hannover, die Geschäftsleitung liegt bei dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung, Regionalnetzwerk NordWest (nifbe).

"Notruf Mirjam NordWest" startet Mitte Januar 2013 unter der Nummer: 0800 / 60 500 50

(November 2012)

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