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Veranstaltungsarchiv 2012

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Dr. Klahr und Idan Topno auf der Kanzel der Christuskirche in Ranchi
Die Theologiedozentin und Kandidatin der Theologie Idan Topno übersetzte die Predigt von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr im Sonntagsgottesdienst in der Christuskirche in Ranchi. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Dr. Klahr zieht positive Bilanz der Indienreise

Im Nachklang der Indienreise bewertet Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr den Besuch der Partnerkirche, der Evangelisch-lutherischen Gossner - Kirche, als sehr positiv. "Unsere christlichen Glaubensgeschwister in Indien leben und gestalten ihren Glauben in einer religiös - pluralen Gesellschaft vorbildlich, wir können viel von ihnen lernen."

Es sei bewegend, mit welcher Freude und Dankbarkeit die Delegation aus Ostfriesland im Zentrum der Gossner - Kirche in Ranchi empfangen wurde, so Dr. Klahr. Die Dankbarkeit darüber, dass es deutsche Missionare waren, die das Evangelium zu den Ureinwohnern Indiens, den Adivasi, getragen haben, ist heute noch spürbar und wird an jedem zweiten November mit einem großen Fest gefeiert.

"Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die ich dort an allen Stationen des Besuches erleben durfte, war einzigartig", freute sich der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland.

Es sei ermutigend, so Klahr, dass bei dem großen Unterschied der Kulturen und den unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen wir uns als Schwestern und Brüder im Glauben begegnen konnten. Dies wurde besonders auch im Gottesdienst in Ranchi deutlich, in dem Klahr die Predigt hielt, die von der Theologin Idan Topno in Hindi übersetzt wurde.

Große Herausforderungen für die indischen Christen

Die Reise nach Indien habe aber auch gezeigt, dass die indischen Christen vor großen Herausforderungen stehen. So müssten die Bildungseinrichtungen sich ständig an das staatliche Bildungsgesetz anpassen. Die Landbevölkerung müsse sich um eine nachhaltige Landwirtschaft bemühen, die Einkommen und Verbleib der Bauernfamilie in den Dörfern sicherstellt. Dies sei nur durch Eigeninitiative der Kirche vor Ort und durch die Solidarität unter der Landbevölkerung zu erreichen.

Im Gesamtgefüge der Religionen setzt die Gossner - Kirche mit ihren 500.000 Mitgliedern als zweitgrößte lutherische Kirche im Land sichtbare Akzente. Die Schwerpunkte ihrer Gemeindearbeit liegen im Bildungsbereich und in sozialen Projekten.

Darüber hinaus sei durch die christliche Ethik die Rolle der Frau deutlich aufgewertet. So haben Frauen etwa die Möglichkeit, Theologie zu studieren. Die Übernahme ins Pfarramt dauert aber oft Jahre.

Besonders erfreulich seien der Aufbruch und die Begeisterung der Jugendlichen für den Glauben, die trotz oft aussichtsloser Berufsperspektiven das Gemeindeleben lebendig mitgestalten. Sie unterrichten beispielsweise die Kinder in der Sonntagsschule oder verabreden sich zum gemeinsamen Lernen und überlegen sich Hilfsprojekte in der Gemeinde.

Beim Kirchentag 2013 in Hamburg wird eine Musikgruppe "The Gossners" diese Fröhlichkeit mit ihrer Musik nach Deutschland bringen. "Es hat mich sehr bewegt, wie der Glaube an Christus den jungen Menschen Hoffnung und Kraft gibt", so Klahr.

Insgesamt habe auch diese Reise gezeigt, dass die Partnerschaften, die vom Sprengel Ostfriesland aus in unterschiedliche Länder der Welt bestehen, ein großer Reichtum sind. Sie lassen uns nicht nur über den eigenen Tellerrand blicken, sondern ermutigen auch dazu, unseren Glauben in der je eigenen Gesellschaft fröhlich und zukunftsorientiert zu gestalten.

Auf Einladung des leitenden Bischofs der Gossner - Kirche in Indien, Nelson Lakra, besuchte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr vom 21. bis 29. Oktober 2012 als Kurator der Gossner Mission (Berlin) die Evangelisch-lutherische Gossner - Kirche und Projekte der Gossner Mission in Delhi und im Bundesstaat Jharkhand. Begleitet wurde er von dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Gossner Mission Ostfriesland, Pastor Michael Schaper, und der Öffentlichkeitsbeauftragten des Sprengels Ostfriesland, Pastorin Dr. Hannegreth Grundmann.

Tägliche Videoblogs der Reise und eine Bildergalerie sind im Internet zu sehen unter:
Sprengel Ostfriesland

(November 2012)

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