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Veranstaltungsarchiv 2012

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Jubiläum in Klausheide mit drei Konfessionen
Ehrengäste und Vorbereitungsteam erhielten eine Rose zur Feier des Tages, in der Mitte Landessuperintendent Detlef Klahr

"Nicht auseinander dividieren lassen"
Jubiläum in Klausheide mit drei Konfessionen


Am 25 Januar 1962 war die ev.-luth. Michaeleiskirche in Klausheide vom damaligen Landessuperintenden Kurt Degener eingeweiht worden. Nun begrüßte der Regionalbischof des Sprengels Ostfriesland, Landessuperintendent Detlef Klahr die zahlreichen Gäste zum 50 jährigen Kirchenjubiläum am vergangenen Sonntag.

Bei strahlendem Sonnenschein hatte sich die Gemeinde allerdings vor der Kirche zum Festgottesdienst versammelt.

"Danke, dass ihr glaubt!", rief Klahr den Gläubigen aus drei Konfessionen zu und freute sich sichtich, dass in Klausheide Ökumene sogar dreifach möglich ist. Die Michaeliskirche, die schon seit Baubeginn auch Gotteshaus der reformierten Gemeinde gewesen ist, beherbergt nun seit 2011 auch die katholischen Christen von St. Ludgerus, nachdem deren Kirche im letzten Jahr abgetragen wurde.

Als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit, hat das Herz-Jesu-Fenster aus St. Ludgerus in der frisch sanierten und erweiterten Michaeliskirche einen besonderen Platz in der Fensterwand neben dem Taufstein gefunden.

"Wir sind gemeinsam als Christen in der Welt unterwegs und dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen", forderte Regionalbischof Klahr in seiner Predigt und ermunterte zu mehr Humor im Umgang miteinander. Trotz aller Unterschiede hätten die Christen eine gemeinsame Taufe, die zusammenhalte.

Der Gottesdienst wurde zeichengemäß auch von Pastor Werner Bergfried von der reformierten Gemeinde und Gemeindereferent Jürgen Veldboer von der katholischen Ludgerusgemeinde mitgestaltet. Der leitende Geistliche des ev-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim, Bernd Brauer las das Festtagsevangelium.

Einziges Grußwort des Tages durfte ein Zeitzeuge halten. Pastor Friedel Hermann Kleinschmidt, damals Seelsorger der Gemeinde, erinnerte an den Baubeginn und die Verhandlungen mit der Landeskirche. "85000 DM und keinen Pfennig mehr, sollte es geben, aber zuletzt habe ich doch noch mit einem kleinen Trick einen Meter mehr beim Kirchturm rausgeholt", so Kleinschmidt in seinen launigen Erinnerungen.

Die Christen in Klausheide sollten eines aber niemals vergessen: "Der Kirchturm der Michaeliskirche als Finger Gottes sollte nicht nur mahnend gesehen werden, sondern auch immer lockend." Der Tag endete mit einem Gemeindefest für Groß und Klein rund um Kirche und Dorfgemeinschaftshaus.

Autor: Ulrich Hirndorf

(September 2012)

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