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Veranstaltungsarchiv 2012

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Landessuperintendent Dr. Klahr, Pastor Hans Bookmeyer und Bischof Tateno
Bischof Yasuhiro Tateno, Tokio (rechts), informierte am Stand des Förderkreises "Lutherhaus Ochtelbur" auf dem Ostfriesischen Kirchentag in Aurich Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Emden (links), und Pastor Hans Bookmeyer, Ochtelbur (Bildmitte), über die Situation im Katastrophengebiet in Japan. (Foto: Hannegreth Grundmann)

"Von Herzen Dank, Ostfriesland!"
Bischof Tateno dankte für Spenden der "Nothilfe Japan"


Schon längst hatte der stellvertretende leitende Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirchen Japans, Bischof Yasuhiro Tateno, aus Tokio kommen wollen, um sich bei den Ostfriesen für die großartige Hilfe im Rahmen der Aktion "Nothilfe Japan" zu bedanken. Nun hielt er sich vom 13. bis 17. Juli 2012 zu einem Dank-Besuch in Ostfriesland auf.

Der japanische Gast nahm am Kirchentags-Eröffnungs- und Abschluss-Gottesdienst in Aurich teil und nutzte die Gelegenheit, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr bei einer Begegnung auf dem Kirchentag stellvertretend für alle Hilfe der zahlreichen Unterstützer seinen aufrichtigen Respekt zu zollen.

Der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland sagte: "Die Anwesenheit von Bischof Tateno ist eine Freude und Ehre. Wir denken an die Menschen und insbesondere an unsere Glaubensgeschwister in Japan und hoffen, dass unsere kleinen Zeichen der Hilfe vor allem bei den Kindern Hoffnung bewirken".

Tateno informierte auf dem Kirchentag am Stand des Förderkreises "Lutherhaus Ochtelbur", dem Initiator der Aktion "Nothilfe Japan", über die Folgen der verheerenden Natur- und Umweltkatastrophe vom 11. März 2011 in Japan. Außerdem erläuterte er die Bemühungen der Japanischen Evangelisch-lutherischen Kirche, den betroffenen Menschen im Verbund mit anderen Kirchen und Organisationen zu helfen. Diese Hilfe geschieht unabhängig von der jeweiligen Konfession.

Nach dem Kirchentag wurde am Montag mit Bischof Tateno in der Ochtelburer Kirche ein Fürbitt- und Dank-Gottesdienst gefeiert, in welchem auch der Barsteder Kirchenchor sowie der Posaunenchor Ochtelbur-Bangstede-Barstede, mit Unterstützung von Bläsern aus Westerende, musizierten. Im Rahmen dieses Gottesdienstes berichtete Yasuhiro Tateno mit ergreifenden Beiträgen über seinen nahezu fünfzehn Monate währenden Hilfs-Einsatz im Krisengebiet.

Dort barg er mit einem Nothilfs-Trupp Wochen lang Leichen, bestattete sie und leistete seelsorgerlichen Beistand für die zahllosen Hinterbliebenen. Er verrichtete Aufräum-Arbeiten, sorgte für Not-Unterkünfte und leitete erste Schritte für einen Neu-Anfang mit in die Wege.

Dabei liegt dem Bischof die Betreuung von Waisenkindern besonders am Herzen. Ein erstes Haus konnte als "Community Center" in der stark zerstörten Stadt Ishinomaki, nördlich von Sendai, für ihre Unterbringung mit ostfriesischer Hilfe und Unterstützung unterschiedlicher Kirchen errichtet werden.

Nach dem Gottesdienst hat Yasuhiro Tateno einen symbolischen Dank abgestattet, indem er im Lutherhaus Ochtelbur ein selbst zubereitetes japanisches Gericht servierte. Dabei wurde er von Eilika Krishar, Professor Haruhito Kobayashi sowie Mitgliedern und Freunden des Förderkreises "Lutherhaus Ochtelbur" unterstützt.

Am Dienstag referierte Tateno dann im Rahmen einer Informations-Veranstaltung der Stiftung "Umwelt und Leben" im Auricher Güterschuppen zum Thema "Fukushima und die Folgen". Weitere Podiumsteilnehmer waren der Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe, die atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl aus Karlsruhe, und als Dolmetscher Professor Haruhito Kobayashi. Tateno wies darauf hin, dass die Japanische Lutherische Kirche inzwischen zu den entschiedendsten Befürwortern des Ausstiegs aus der Atom-Energie zählt.

Mit dem Vorstand des Förderkreises "Lutherhaus Ochtelbur" ist er sich einig, im kommenden Jahr, sofern irgend möglich, Kindern aus der Krisenregion Fukushima eine Zeit der Erholung im Lutherhaus Ochtelbur zu gewähren.

Als weiteres Zeichen der Unterstützung seiner Arbeit konnte Yasuhiro Tateno von der Aktion "Nothilfe Japan" einen erneuten Spenden-Betrag in Höhe von 2.500,-- Euro auf den Rückweg nach Japan nehmen. Damit hat die Nothilfe Japan inzwischen 42.500,-- Euro zur Verfügung gestellt. Der Norder Unternehmer und Radsportler Michael Buse hat weitere Hilfe zugesagt. Am Sonnabend, den 21. Juli, ist er von Neuharlingersiel aus mit seinem Fahrrad zu einer 1000 Kilometer langen Spenden-Tour quer durch Deutschland zur Zugspitze aufgebrochen.

Vor dem Hintergrund der immer noch angespannten Situation in Japan nimmt die Aktion "Nothilfe Japan" weitere Spenden entgegen. Empfänger: Förderkreis Lutherhaus Ochtelbur, Kirchenamt in Aurich; Konto-Nr.: 90506 bei der Sparkasse Aurich-Norden, BLZ: 283 500 00; Verwendungszweck: Nothilfe Japan (wer eine Spendenbescheinigung möchte, gebe bitte seine vollständige Adresse an).

(Juli 2012)

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