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Veranstaltungsarchiv 2012

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Landessuperintendent Dr. Klahr trifft den Künstler Hermann Buß
Begegnung von Kirche und Kunst: Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr und Hermann Buß sehen sich im Atelier des Künstlers das neue Buch von Alfred und Hermann Buß an. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Begegnung von Kirche und Kunst
Landessuperintendent Dr. Klahr trifft den Künstler Hermann Buß


öso. Norden. Bei einem Besuch im Atelier des Künstlers Hermann Buß in Westermarsch überreichte dieser dem Landessuperintendenten des Sprengels Ostfriesland, Dr. Detlef Klahr, ein Exemplar seines neuen Buches "Buß-Sachen".

"Ich bin dankbar, dass es Menschen in unserer Region gibt, die den Dialog zwischen Kunst und Kirche führen. Kunst bereichert unser Leben und vermag neue Sichtweisen und Perspektiven für den Glauben zu eröffnen", sagt der Regionalbischof.

In diesem Buch begegnen Hermann Buß' Bilder Alfred Buß' Worten. Beide stammen aus Ostfriesland, sind aber nicht miteinander verwandt. Alfred Buß ist als Präses leitender Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen und wurde in Bühren (Uplengen) geboren. Der Geburtsort von Hermann Buß ist Neermoor-Kolonie.

Seine Bilder thematisieren oftmals Küstenlandschaften. Diese Zwischenorte zwischen Wasser und Festland sind für ihn Grenzlandsituationen, magische Orte des Aufbruchs oder der Anlandung, wie die Schwelle zwischen Leben und Tod. Darin bilde sich für den Künstler Buß das ewige Prinzip Hoffnung ab, wie er sagt.

Dem gelegentlichen Vorwurf, seine Bilder seien düster, begegnet er mit Worten des berühmten Theologen Karl Barth, zum Einklang der Schöpfung gehöre das Dunkle, das aber keine Finsternis ist, die Traurigkeit, die nicht zur Verzweiflung wird, das Licht, das darum so strahlt, weil es aus dem Schatten hervorbricht. Buß möchte die "Kreuze der Gegenwart" aufzeigen. Es geht ihm um heutige Passionen, um Menschen, die erstarren, deren Leben sich in Tristesse verliert, aber nicht verloren ist.

So lag es nahe, dass Landessuperintendent Dr. Klahr ihn bat, die biblische Überlieferung der Leidensgeschichte Jesu mit sechs von ihm gemalten Bildern in den Passionsandachten ins Gespräch zu bringen.

In der Passionszeit 2012 finden sechs Passionsandachten unter dem Motto "Wie ein zerbrochenes Gefäß" in Zusammenarbeit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Emdens mit dem Landesmuseum Emden ab dem 22. Februar jeweils mittwochs zwischen 18.15 Uhr und 19.00 Uhr im "Rummel" des Landesmuseums statt.

Zurzeit arbeitet der Künstler gerade im Auftrag der Landeskirche Hannovers und des Klosters Loccum an der Ausmalung der Johanneskapelle des Loccumer Klosters. Dieses monumentale Kunstwerk soll 2013 zum 850 jährigen Jubiläum des Klosters in Loccum enthüllt werden.

Er hat bereits mehrere Altarbilder in Niedersachsen gestaltet, unter anderem die in den lutherischen Kirchen von Langeoog und Ardorf.

Das Buch "Buß-Sachen" von Alfred und Hermann Buß wurde 2011 von Landesbischof Friedrich Weber aus Braunschweig und Klaus Winterhoff herausgegeben. Es ist im Luther-Verlag-Bielefeld für 14, 95 Euro erschienen.

(Januar 2012)

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