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Veranstaltungsarchiv 2011

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Hospizgruppe Norden und Umgebung e.V.
Christina Bitiq, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Dr. Eva van Neer-Funke, Rixte Christians, Hannelore Schreiber, Jutta Tilling. Foto: Privat.

Sterben ist ein Teil des Lebens - Vortrag von Dr. Klahr

öso. Norden. Auf Einladung der Hospizgruppe Norden und Umgebung e.V. sprach Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr im Rahmen der Vortragsreihe "Leben bis zuletzt" über das Thema "Glauben am Lebensende". Dies Thema wünschte sich die Hospizgruppe, denn Sterbende und Familienangehörige stellten immer wieder die Warum-Fragen: "Wieso lässt Gott das zu? Ist meine Krankheit Strafe? Was kommt nach dem Tod?"

In seinem Vortrag ging Dr. Klahr auf diese Fragen ein und sagte: "Es kommt darauf an, dass wir im Leben eine "ars moriendi", die "Kunst des Sterbens" erlernen." Dabei gehe es vor allem um das Loslassen. Sterben und Tod gehören nicht verdrängt, sie seien Teil des Lebens.

"Die Kunst des Glaubens ist auch die Fähigkeit, sich mit der Endlichkeit und dem Sterben des Menschen zu befassen", so Klahr. Im Angesicht des Sterbens müsse man jene Bilder und Vorstellungen aufgeben, wie denn das Sterben auszusehen habe. "Wir brauchen für unsere Fragen und die letzte Wegstrecke Menschen mit weiten Herzen, die nicht fertige Antworten hersagen, sondern unsere Fragen aushalten und mit uns behutsam die unterschiedlichen Lebenssituationen von Gott her deuten", führte der Regionalbischof aus und verdeutlichte es an Beispielen.

Auch der glaubende Mensch habe selbstverständlich Zweifel und Angst vor dem Sterben. Es gehe aber nicht darum, möglichst unverzagt zu sein, sondern darum, Gott zu vertrauen. "Damit sollte man nicht erst am Ende seines Lebens beginnen, denn Vertrauen wird durch Erfahrung stark", sagte Klahr.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele die Gelegenheit weitere Fragen an den Referenten zu stellen. "Wann immer wir uns mit dem Sterben befassen, erkennen wir, wie wertvoll unser Leben ist. Wir werden mit dem Gedanken an die eigene Sterblichkeit nicht ärmer, sondern reicher", beschloss Klahr die Gesprächsrunde.

Dr. Eva von Neer Funke erhielt anschließend einen Blumenstrauß, weil sie länger als zehn Jahre ehrenamtlich in der Hospizgruppe mitarbeitet.

Die Hospizgruppe begleitet Schwerstkranke und Sterbende und deren Angehörige sowie Trauernde seit mehr als zehn Jahren. Sie besteht aus 34 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen und einem sieben köpfigen Vorstand.

Weitere Auskünfte erteilt die Koordinatorin Christina Bitiq, Hospizbüro, Mennonitenlohne 5, 26506 Norden, Tel.: 04931/9720888. (März 2011)

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