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Veranstaltungsarchiv 2010

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Festgottesdienst mit Namensweihe
Pastor Oliver Vorwald (rechts) freut sich zusammen mit Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (Mitte) und Pastorin Anita Christians-Albrecht über die vielen Gottesdienstbesucher in der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bagband, die am Reformationstag den Namen "Martin-Luther-Kirche" erhielt. Foto: öso.

"Einhundert Engel"
Festgottesdienst mit Namensweihe und Jubiläumsabschluss in Bagband


öso. Bagband. Mit einem Höhepunkt der besonderen Art fand am Reformationstag das Jubiläumsjahr "450 Jahre Reformation in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bagband" ihren Abschluss. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr nahm die Namensweihe der Kirche vor.

Die Kirchengemeinde hatte sich in einer Abstimmung für den Namen „Martin-Luther-Kirche“ entschieden. Dies wurde vom Landeskirchenamt in Hannover genehmigt.

Martin Luther stand in diesem Festgottesdienst im Mittelpunkt. So enthüllten Dr. Klahr und Pastor Oliver Vorwald eine etwa ein Meter hohe kobaltblaue Lutherstatue. Sie war einer der 800 Lutherbotschafter vom Marktplatz in Wittenberg, die nun Orte auf der ganzen Welt mit Wittenberg verbinden sollen.

Die Festpredigt hielt der Regionalbischof über ein Wort Luthers: "Wo zwanzig Teufel sind, sind auch hundert Engel, sonst wären wir alle verloren." Klahr stellte die begleitende und schützende Macht Gottes heraus, wie es auch Dietrich Bonhoeffer in seinem Lied "Von guten Mächten" beschrieben hat. Gerade in den dunklen Stunden eines Lebens käme es darauf an, die beschützende Macht Gottes zu spüren. Es gebe eine einzige Parole, die den dunklen Mächten entgegengerufen werden könnte: "Christus!" So bringe Luther es in dem Lied "Ein feste Burg ist unser Gott" zum Ausdruck.

Zum Jubiläumsjahr sagte Klahr: "Es weiß jetzt jeder in Ostfriesland, wo Bagband ist." Er überbrachte auch einen Gruß der ehemaligen Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. Sie hatte am 24. Januar das Jubiläumsjahr gemeinsam mit 450 Gottesdienstbesuchern in Bagband eröffnet.

Pastor Oliver Vorwald bedankte sich bei allen Beteiligten aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur, die das abwechslungsreiche Programm in den vergangenen Monaten ermöglicht hatten. Das Jubiläumsjahr habe viele Perlen aus den Äckern der Gemeinde zutage gebracht, so Vorwald. Man könne daran sehen, wie lebendig eine kleine Gemeinde sei. Alle Vereine, Verbände und Institutionen im Bereich der Kirchengemeinde hätten sich in die Veranstaltungen eingebracht. Dies wünsche er sich auch für die Zukunft.

Die Kirchengemeinde möchte mit 1000,- Euro den Wiederaufbau der Ulrichskirche in Magdeburg unterstützen. Sie war eine Schaltzentrale der Reformation. Über sie waren die Lutherschriften in alle Welt verteilt worden. Sie wurde in den 50er Jahren unter dem SED-Regime gesprengt und soll bis 2017 wiederaufgebaut werden. Der erste lutherische Pastor in Bagband hieß Ulricius und ist mit der Kirche in Magdeburg namensverwandt.

An dem Festgottesdienst wirkte auch die Plattdeutschbeauftragte der Landeskirche Hannovers, Pastorin Anita Christians-Albrecht, und Lektorin Erika Harms mit.

Die musikalische Gestaltung hatten der Kirchen- und Posaunenchor der Kirchengemeinde und der Chor „Offerandum“ übernommen. Anschließend wurde zum gemütlichen Beisammensein mit Bier aus Bagband eingeladen, bei dem das Jubiläumsjahr in einem Film präsentiert wurde. (November 2010)

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