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Veranstaltungsarchiv 2010

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Ökumenischer Gesprächsabend
(von links) Bürgermeister Eberhard Lüpkes, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr und Bischof Dr. Franz-Josef Bode freuten sich über die 250 Teilnehmer am Ökumenischen Gesprächsabend im Rathaussaal in Ihrhove.

Das Gemeinsame betonen
Ökumenischer Gesprächsabend mit Dr. Klahr und Bischof Bode


öso. Westoverledingen. Bürgermeister Eberhard Lüpkes hat als Hausherr im Rathaussaal Ihrhove 250 Zuhörerinnen und Zuhörer zum Ökumenischen Gesprächsabend begrüßt. "Wir sollten mehr das Gemeinsame sehen als das Trennende!" Er dankte der Ökumenischen Pfarrkonferenz, dass sie diesen Gesprächsabend mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode und Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr ermöglicht hatte.

Organisiert wurde dieser Abend von Norbert Voskuhl, Diakon der katholischen St.-Bernhard-Kirchengemeinde Flachsmeer, und deren Gemeindereferentin Adelinde Tecklenborg, Pastor Heino Dirks, evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Völlen-Völlenerfehn, und Pastor Andreas Hannemann, evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Flachsmeer. Andreas Hannemann und Adelinde Tecklenburg stellten beide Referenten in persönlicher und humorvoller Weise vor.

Seit 2007 ist Dr. Detlef Klahr (53) Landessuperintendent für 159 Kirchengemeinden mit 335 000 Christen im Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland. Dr. Franz-Josef Bode (59) wurde 1995 mit 44 Jahren Bischof in Osnabrück und somit der jüngste Diözesanbischof in Deutschland.

Jeder Referent sprach in einem 15minütigen Kurzreferat über das Thema: "Ökumene! Worüber ich mich freue – woran ich leide!" Dabei kam zum Ausdruck, wie viel Gemeinsames und Verbindendes zwischen den Konfessionen in den letzten Jahrzehnten seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) geschehen ist.

Ökumene sei nur dann nachhaltig, wenn Kopf, Herz und Hand zum Tragen kämen, so Bode. Er sieht in den vergangenen 50-70 Jahren im Vergleich zu den 2000 Jahren Kirchengeschichte eine rasante Entwicklung in der Ökumene. Der Kopf sei dabei nicht immer mitgekommen. Für ihn bedeutet Ökumene die Vollgestalt des christlichen Glaubens zu leben. Es gehe dabei nicht um einen kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern um die Reichhaltigkeit. Klahr und Bode freuen sich beide an dieser Reichhaltigkeit, die durch das ökumenische Motto "Vielfalt in der Einheit" zum Ausdruck komme.

Dennoch überschattete diesen Abend das nach wie vor Trennende beider Konfessionen. Der Schmerz darüber war unter den Zuhörerinnen und Zuhörern deutlich zu spüren. Bischof Bode stellte klar, evangelische Christen könnten in der römisch-katholischen Kirche nur Taufzeugen, aber keine Paten sein, und die gegenseitige Teilnahme am Abendmahl sei nach wie vor nicht möglich. Das liege am Verständnis des Priesteramtes. Die Eucharistie müsse von einem Priester eingesetzt sein. Das Priesteramt erwies sich für Bodes Kirchenverständnis als grundlegend.

Landessuperintendent Dr. Klahr betonte, jede Gemeinde sei ganz Kirche, aber keine Gemeinde sei die ganze Kirche. Dies kam dann in den Redebeiträgen der Teilnehmer zum Ausdruck. Es stand durch sie eine ökumenische Offenheit im Raum, das gemeinsame Engagement im Glauben an Jesus Christus zu leben. (Oktober 2010)

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